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Deutsche Börse Aktie // Ken geht er und das Millionenglück der Aktionäre

by • 27. April 2017 • Aktienvisionen, Anlagevisionen, FeatureComments (1)3747

Kengeter oder geht er nicht? Auf der Hauptversammlung (HV) der Deutschen Börse am 17. Mai dürfte es spannend werden, ob der Vorstandschef Carsten Kengeter samt Aufsichtsrat entlastet wird oder nicht. Von einflussreicher Seite empfiehlt Glass Lewis den Aktionären die Entlastung zu verweigern. Kengeter ist nicht gerade mit Fortune gesegnet: Die geplante Fusion der Deutschen Börse mit der London Stock Exchange (LSE) – es war der fünfte Versuch – ist an der EU-Kommission gescheitert oder nein, sie ist am Brexit gescheitert und Kengeter hätte das als gute Führungskraft früh einsehen und entsprechend handeln müssen. Zudem ermittelt da noch der Staatsanwalt gegen Kengeter, wegen des Verdachts auf Insider-Handel. Viele mussten schon wegen weniger gehen.

Um da bei den Aktionären gewogen zu bleiben, muss ordentlich verteilt werden. Im zweiten Halbjahr sei nun ein Aktienrückkaufprogramm in einer Höhe von 200 Millionen Euro geplant, sagt Gregor Pottmeyer, der Finanzvorstand. Das Geld kommt dabei aus dem Verkauf der US-Optionsbörse ISE. Erlöst wurden damals rund eine Milliarde Euro. Zudem ist eine Dividende von 2,35 Euro geplant, was beim aktuellen Kurs der Aktie an der Börse Stuttgart von 90,00 Euro einer ordentlichen Dividenden-Rendite von 2,6 Prozent entspricht.

Der Periodenüberschuss lag im ersten Quartal bei 286 Millionen Euro. Das ist ein Plus von knapp 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Leider gab es da allerlei Sondereffekt. Werden diese herausgerechnet bleibt ein Plus von fünf Prozent. Im vergangenen Jahr lag der Gewinn je Aktie bei 6,81 Euro. Daraus errechnet sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 13,2. Der um Sondereffekt bereinigt Gewinn je Aktie lag im ersten Quartal bei 1,24 (1,18) Euro. Das könnte einen Jahresgewinn von 4,90 Euro und ein prognostiziertes KGV von 18,4 bedeuten.


Die Börse jedenfalls ist sehr angetan von den Zahlen oder besser gesagt, von dem tiefen Griff in die Konzerntasche für die Aktionäre. Die Aktie (A2AA25) steigt kräftig. Charttechnisch hat das Papier nun das Hoch von 2015 deutlich überwunden – es gibt kaum stärkere Long-Signale als neue Hochs. Auffällig ist allerdings im Tageschart der große Abstand zur 200-Tage-Durchschnittslinie. Angesichts der Bewertung und der Strategieproblem dürfte die Aktie insgesamt eine klassische Halteposition sein.

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Deutsche-Börse-Aktie (Wochenchart): neues Mehrjahreshoch

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Bildquelle: Deutsche Börse [bearbeitet]

 

 

 

 


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