Video-Ident, Identifikation, WebID

Video-Ident // Denkbar einfach

by • 26. Januar 2018 • ServiceComments (0)1889

Kontoeröffnung, Onlineversicherung oder die neue Mobilfunknummer – bei vielen Dienstleistungen müssen Sie sich ausweisen. Früher mussten Sie sich umständlich vor Ort identifizieren, selbst wenn Sie nur Onlinedienste nutzen wollten. Heute geht alles praktisch per Video-Ident, fast rund um die Uhr und weltweit. Bis heute konnte WebID für ihre Geschäftskunden die Identität von 2,5 Millionen Nutzern erfolgreich nachweisen – und die Nachfrage vor allem von Banken, Onlinedienstleister und Mobilfunkgesellschaften wächst stetig.

Die patentgeschützte Video-Identifizierung der WebID erfolgt für den Kunden denkbar einfach und zwar über ein beliebiges internetfähiges Endgerät. In nur vier bis fünf Minuten hat er sich rechtskonform identifiziert, ist als offizieller Kunde registriert und kann das Produkt oder die Dienstleistung seines Anbieters kaufen. Die minutiösen Prozesse bei der Personenlegitimierung sind das Ergebnis mehrjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Auf diese Weise werden höchste Sicherheitsstandards beim Datenschutz und der Betrugsabwehr geboten, während sich die Kunden auf ihr Geschäft konzentrieren können. Das WebID-Online-Verfahren wurde zunächst vor allem für die Finanzbranche entwickelt. Inzwischen greift nahezu jede Branche auf unsere Expertise zurück, ob Mobilfunkunternehmen, Anbieter digitaler Produkte, Autovermieter oder Firmen, die das Alter ihrer Klientel checken müssen. Doch bis die Technologie so flächendeckend vom Markt angenommen wurde, war es ein langer Weg, bei dem wir viele Hürden überwunden haben.

Nach monatelangen Recherchen kam ich im Jahr 2011 auf die Idee der „GwG-konformen, höchst sicheren Online-Identifikation per Videocall“. In Gesprächen mit Juristen, Bankern und Behörden erkannte ich, dass sich dieses Konzept erfolgreich am Markt umsetzen lässt. Gemeinsam mit den anderen Gründungsgesellschaftern finanzierten wir unsere Innovation mit rund einer Million Euro aus eigenen Mitteln. Dabei investierten wir zwei Jahre lang vor allem in den hohen technologischen und rechtlichen Aufwand. Im August 2013 konnten wir den gesamten Prozess des Video-Ident als Patent beim Deutschen Paten- und Markenamt anmelden. Das Patent „Verfahren zum Verifizieren der Identität eines Nutzers“ wurde schließlich im Juni 2016 offiziell vom Deutschen Paten- und Markenamt erteilt und war damit das Erste dieser Art.

Parallel mussten wir das Bundesfinanzministerium und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht überzeugen, unsere Video-Identifizierungsverfahrens für den Praxiseinsatz zu genehmigen, was uns in Januar 2014 gelungen ist. Erstmalig in der Geschichte der Bundesrepublik hat damit das Bundesfinanzministerium ein alternatives Identifikationsverfahren erlaubt. Kurz darauf veröffentlichte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ihr wichtiges Rundschreiben 1/2014 (GW), das in diesem Jahr mit dem BaFin-Rundschreiben 3/2017 (GW) seine Fortsetzung gefunden hat. In ihm werden der gesamten Branche verbindliche Vorgaben gemacht – auf der Basis unserer Idee.

Idee, Patent und Genehmigung – nun brauchten wir noch Kunden. Die weltweit erste Bank, die unsere Videoidentifizierungs-Technologie einsetzte, war die SWK Bank. Das Kreditinstitut ging mit unserer Lösung im April 2014 live auf den Markt.  Zudem haben wir unsere Erfindung in andere Märkte getragen, nach Österreich, in die Schweiz, in andere europäische Länder und zeitnah auch nach Übersee. Schließlich ist unser Patent auch bei anderen für uns wesentlichen Patentämtern weltweit angemeldet, um den rechtskräftigen Patentschutz auf alle dazugehörigen 38 Länder zu erweitern.

Kunden müssen über Video-Ident korrekt identifiziert werden. Gleichzeitig muss die Legitimierung schnell ablaufen, da der Käufer sonst vielleicht abspringt. Diese beiden Aspekte haben wir in Einklang gebracht. Trotzdem sind wir dagegen gewappnet, wenn uns falsche Ausweisdokumente präsentiert werden: Für alle Fälle – besonders Betrugsversuche – haben wir Szenarien entwickelt, die unseren von Kriminalbeamten und durch uns geschulten Mitarbeitern Entscheidungsvorlagen an die Hand geben. Heute wirkt alles eingespielt und simpel – und gerade das ist das Ergebnis mehrjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Mit Elan und Kreativität gehen wir diesen Weg weiter, um immer besser zu werden und neue Märkte zu erschließen.

Von Frank Stefan Jorga, Co-CEO der WebID

Bildquelle: Klicker / pixelio.de

 

 

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