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FinTechs wollen Deutschen die Aktien-Angst nehmen

by • 23. Oktober 2015 • FinTech // CrowdComments (2)3000

Wie bekommt man die Deutschen dazu in Aktien zu investieren? In der FinTech-Szene haben sich einige Unternehmen aufgemacht, den Deutschen die Aktien-Ängste zu nehmen. An vorderster Front stehen dabei sogenannte Robo-Advisor. Damit Anlger keine oder kaum mehr Kenntnisse über den Aktienmarkt haben müssen, sich auch nicht um einen (etwaigen) kleinen Anlagebetrag oder das Risiko generell sorgen müssen, bieten die Robo-Adivsor häufig praktisch-quadratische Investment-Lösungen. Geld-Anlage 0.8.15 sozusagen.

Dabei werden Portfolios entsprechend der Anlegermentalität defensiv, ausgewogen oder dynamisch mit unterschiedlichen Aktien-Anleihen-Gewichtungen bestückt. Wer es risikoreicher mag, hat halt beispielsweise 70 Prozent Aktien in Form von kostengünstigen Aktien-ETFs im Depot. So weit so gut. Easyfolio, Ginmon oder Vamoo machen das im Prinzip so. Zum Jahresende wird wieder angepasst, was es dann auch war mit dem Vermögensmanagement.

Wenn sich nun bei Ihnen ein Stirnrunzeln einstellt, könnten sie richtig liegen mit diesem Verdacht. Der Robo-Adivsor scheint mehr Marketingexperte als Vermögensverwalter zu sein. Unterstrichen wird der Eindruck dadurch, dass einem in diesem Umfeld gefühlt an jeder Ecke (der Webseiten) ein manisch-gutgelaunter-clever Anleger entgegenspringt, der ständig „ich werde reich“ vor sich hinsummt.


Andere setzen auf die Crowd beziehungsweise auf Experten aus der Crowd wie Wikifolio, Ayondo oder Meetinvest. Motto: Einfach einem (oder mehreren) Gewinner(n) folgen und schon ist man selbst Gewinner – oder habe zumindest sehr gute Chance dazu einer zu werden.

Sie ahnen es: Würde Börse so einfach funktionieren, wäre die Porsche-Dichte in der eigenen Straße sicherlich höher. Immerhin ist man so überhaupt investiert, wenn man sonst gar nicht in Aktien anlegen würde, was ein sehr wichtiger Erfolgsfaktor an der Börse ist. Denn ohne die guten Phase an der Börse mitzunehmen, wird es langfristig nichts mit der erklecklichen Performance. Wunderdinge sollte man somit nicht von den FinTechs erwarteten, aber sie können den Einstieg in Aktien-Anlagen erleichtern. Vorsicht ist bei den Gurus (Top-Tradern) aus der Crowd geboten. Wer in der Vergangenheit einen Lauf hatte, muss diesen nicht unbedingt auch in der Zukunft haben, aber ja, Erfahrung kann durchaus ein Erfolgsfaktor sein.

 

Bildquelle: bernhard_pixler  / pixelio.de

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2 Responses to FinTechs wollen Deutschen die Aktien-Angst nehmen

  1. Ich finde RoboAdviser an sich sehr positiv.
    Man muss diese ja mit der bisherigen Bankberatung vergleichen.
    Dabei haben FinTechs zwei große Vorteile:
    1. Die Kosten: in der Bank werden meist hauseigene Fonds verkauft; die Fintechs mit ihren ETFs und ihren zusätzlichen Gebühren sind deutlich günstiger.
    2. Man bekommt ein solides Finanzkonzept an die Hand. Die Depotaufteilung der Robo Adviser beruhen oft auf wissenschaftlichen Erkenntnis in Punkto Vermögensaufbau.

    Daher finde ich diese für Personen, die sich nicht weiter über Geldanlagen kümmern wollen, eine ziemlich optimale Lösung!

  2. 1. Besser als gar nicht zu investieren.
    2. Besser keine Wunder erwarten.
    3. Auch Robos schützen vor Verlusten nicht.
    4. Besondere Risiken von ETFs beachten (Aktien-Leihe, Swaps …)

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