Twitter // Häppchen für Google

by • 23. Januar 2015 • Zertifikate_ProdukteComments (0)1872

Twitter tut sich ja etwas schwer. Der Kurznachrichtendienst gilt nach wie vor als elitär. Dort würden vor allem Besserwisser und Halb-Poeten 140-Zeichen-Gedichte verfassen, sagen Kritiker. Social-Media-Konkurrent Facebook sei da ganz anders. Gemeiner? In Zahlen heißt das: Twitter kommt auf 284 Millionen aktive Nutzer im Monat und Facebook auf 1,35 Milliarden. Bei beiden Diensten werden zu rund 80 Prozent von mobilen Endgeräten aus genutzt, was wichtig für den Verkauf von Werbung ist. Aber auch hier scheint es bei Twitter zu hapern. Unter dem Strich ist bei Twitter noch nie etwas übrig geblieben. Dagegen könnte Facebook im zurückliegenden Jahr auf einen Gewinn von etwa 3 Milliarden Dollar kommen.

Und weil Twitter nicht so recht weiß wie man mit dem Gezwitscher Geld machen will und wohin es gehen soll, taucht nun wieder das Gerücht auf, dass der Internet-Gigant Google interessiert sei. Es könnte eine Win-win-Situation sein, wie der BWLer sagt. Google kennt sich mit dem Internet bestens aus und auch, wie man damit Geld verdient. Aber Google fehlen Inhalte und Google hat kein besonders Händchen für Social Media. Gegen Google+ ist eine Trauerfreier meist eine muntere Angelegenheit. Mit Twitter bekäme Google viele Inhalte und noch dazu ein effizientes Kurz-Nachrichtensystem, dass Vergleiche zu großen Presseagenturen, was Schnelligkeit und Vielfalt angeht [deswegen mag ich Twitter so], nicht scheuen muss.

Das Geld, um Twitter zu schlucken, hätte Google. An der Börse ist Twitter derzeit mit knapp 25 Milliarden Dollar (22,4 Milliarden Euro) bewertet. Bei einer Übernahme könnte Twitter um die 35 Milliarden Dollar kosten. Kein Problem für Google, die auf einem Geldschatz von 62 Milliarden Dollar sitzen.


Die Twitter-Aktie notiert deutlich unter ihrem Hoch aktuell bei knapp 40 Dollar. Der Emissionskurs lag bei 26 Dollar und der erste Börsenkurs bei 45,10 Dollar. Bei einer Übernahme würde die Aktie wohl deutlich über 50 Dollar notieren. Alternativ zu Aktie könnte auch ein Bonus- oder Discount-Zertifikat mit Teilschutz interessant sein.

Twitter

 

Bildquelle: Flickr/Twitter


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