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Covestro-Aktie // Die wahren Gründe des Kurseinbruchs

by • 21. November 2018 • Aktienvisionen, Feature, Zertifikate_ProdukteComments (1)1386

Wenn ein Unternehmen am 25. Oktober noch seine Prognose bestätigt und vier Wochen später seine Gewinnerwartungen deutlich reduziert, dann wird das am Kapitalmarkt bestraft. Wenn diese Warnung auch noch rund fünf Wochen vor dem Jahresende erfolgt, dass eigentlich schon in vier Wochen mit dem Weihnachtsfest quasi beendet ist, muss die Strafe entsprechend gewaltig ausfallen. Dies durfte am Dienstag Covestro erleben, die Aktie (606214) schmierte mehr als 15 Prozent ab.

Offensichtlich hatte aber der Kapitalmarkt schon länger Ungemacht gewittert, da der Covestro-Kurs (606214) bereits seit Januar zur schwächelte und auch auf die Prognose-Bestätigung des Unternehmens Ende Oktober nur lau reagierte. Damals kostete das Papier noch mehr als 95 Euro, am heutigen Mittwoch kann es sich nach einer kleinen Erholung bis zum Mittag um die Marke von 48 Euro behaupten.

Die kommunizierten Gründe für die Gewinnwarnung sind fast schon Nebensache. Dass die Konjunktur etwas schwächer läuft, ist hinlänglich bekannt. Und dass ein niedriger Wasserstand des Rheins Covestro kräftig Geld kostet, dürfte dem CEO Markus Steilemann eigentlich auch schon länger bekannt sein. Als Folge soll nun aber das operative Ergebnis (Ebitda) unter dem Vorjahreswert von 3,44 Milliarden Euro durchs Ziel gehen. Bislang war vom Unternehmen ein Plus angepeilt worden (Analysten hatten mit Werten um das Vorjahresniveau kalkulierten).

Spannend wird nun die Entwicklung der Dividende. Mehr als 2,20 Euro pro Aktie (wie für das Vorjahr) werden es sicher nicht, was aber angesichts des niedrigten Kursniveaus einer Rendite von starken 4,6 Prozent entspräche. Und sollten es „nur“ 2,00 Euro werden, kämen immer noch knapp 4,2 Prozent zusammen.

Zugleich ist das KGV auf Basis deutlich reduzierter Schätzungen für 2019 sehr günstig, es liegt bei niedrigen sieben. Schade nur, dass Steilemann mit der späten Warnung Vertrauen verspielt hat und die Charttechnik völlig im Eimer ist. Daher könnte es gar bis an die 40-Euro-Linie nach unten gehen. Auf dem Weg dahin sammeln allerdings Langfristanleger in kleinen Tranchen Stücke ein.

Wer sich die Dividende hingegen indirekt sichern will, da sie in die Struktur eingepreist ist, der greift zu einem Bonus-Zertifikat mit Cap (ST6BCV), welches fast aufgeldlos gehandelt wird. Hier erzielen Anleger eine Bonus-Rendite von 15,3 Prozent (18 Prozent p.a.), wenn Covestro bis zum 20. September 2019 nicht unter 34 Euro (Puffer knapp 30 Prozent) abstürzt. Erweist sich dieser Sicherheitsabstand als nicht ausreichend, dann tilgen der Emittent leider in Cash entsprechend dem dann gültigen Aktienkurs.

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Covestro-Aktie (Wochenchart): neues Tief bestätigt die Baisse – einstweilen

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Bildquelle: Covestro

 

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