Papier, Druck, Flyer, Visitenkarten, Drucksachen

Papier // Investment in Gedrucktes

by • 21. Februar 2017 • ServiceComments (0)1185

Soll man noch in Papier investieren? Gleich zu allererst: es geht hier nicht um Papiergeld. Nein, es ist viel trivialer. Es geht um schnödes Papier. Zeitungen, Magazine, Broschüren, Zettelwirtschaft halt. Denn dafür wird von Unternehmen in Deutschland noch immer viel Geld ausgegeben. Und das, wo es doch neuerdings heißt, im Zeitalter der Digitalisierung würden die Printmedien sterben. Aber: totgesagt leben länger, oder?

Ein kurzer Exkurs in die Geschichte: Vor etwa 2000 Jahren wurde das Papier, vermutlich von den Chinesen, erfunden. Zunächst bestand es aus Seiden-, später aus Hanffasern. Einige Jahrhunderte Später stellte man in Japan einen Brei aus Pflanzenbast her, der dem, was wir heute unter Papier verstehen, schon sehr ähnelte. Bis das Papier in Europa ankam, sollte es aber noch einige Jahrhunderte dauern. Hier schrieb man noch bis ins späte Mittelalter vornehmlich auf Pergament, das als Tierhaut bestand. Erst im 15. Jahrhundert, als sich die Holzwirtschaft auf dem Kontinent entwickelte, begann das Material aus Holzfasern seinen Siegeszug. Die Erfindung des Buchdrucks markiert einen wichtigen Wendepunkt in seiner Geschichte, ebenso die Digitalisierung. Und seitdem ist es aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Rekordverdächtiger Papierverbrauch. Der Papierverbrauch war noch nie so hoch wie heute, und das, wo einen ständig Botschaften erreichen, die das Ende des gedruckten Wortes beschwören. Anscheinend wird trotz Digitalisierung noch immer viel Papier produziert. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen ist der Mensch nicht nur ein visuelles Wesen, sondern auch von seinem Tastsinn geleitet. Viele kennen das: Man kann einen Gegenstand erst wirklich begreifen, wenn man ihn angefasst hat. Da ist Papier keine Ausnahme.

Eine Broschüre in der Hand ist zum Teil einprägsamer als ein Link auf eine Webseite. Gedrucktes Informationsmaterial wird deshalb noch immer von vielen Institutionen herausgegeben, seien es Bundesministerien, Unternehmen oder Hochschulen. Viaprinto bietet individuelle Möglichkeiten, Broschüren, Flyer und andere Drucksachen zu gestalten. Auch das Papier lässt sich auswählen, damit der haptische Eindruck sowohl zum Layout als auch zum Produkt passt. Wer gedrucktes Infomaterial erstellen will, kann seine Broschüren bei viaprinto bestellen. Denn was man sehen und berühren kann, hinterlässt schlicht einen tieferen Eindruck. Der andere Grund für das Fortleben von bedrucktem Papier: es ist schlicht und einfach lesefreundlicher als der flackernde Bildschirm – und dazu auch ohne zusätzlichen Energieabruf wie Strom oder Akkulaufzeit abrufbar.


Wir lesen und konsumieren online. Nichtsdestotrotz hat sich das Verhältnis unserer Zivilisation zu Papier gewandelt. Anstatt Briefe per Post zu schicken, werden jetzt Emails verschickt. Diese werden inzwischen auch nur noch selten im Büro ausgedruckt. Das ist gut. Aber: in Zeiten des Onlinehandels landet der Werkstoff Papier nicht mehr primär in Blattform vor uns, sondern als Karton und Füllmaterial. Während die Papierproduktion für Zeitungen rückläufig ist, steigt der Anteil der Verpackungskartons stetig an. Wir lesen und bestellen online, dadurch ändert sich auch unsere Papierkonsum. Nur beim Hygienepapier, sprich Toilettenpapier, Windeln und Taschentüchern sind die Zahlen stabil.

Papier ist langlebiger als eine Email. Aber nun zurück zur Eingangsfrage: Kann man noch in Papier investieren als Unternehmen? Soll man Geld in Werbung und Infomaterial auf Papier stecken? Antwort: Ja, sollte man sogar. Aber dafür empfiehlt es sich, genau zu überlegen, wie man das Material gestaltet. Wie bereits erwähnt sind Werbemittel zum Anfassen einprägsamer als beispielsweise ein online verschickter Newsletter. Eine Email wird im Schnitt einmal angeklickt und überflogen. Ein Prospekt oder eine Broschüre aber liegt nicht selten länger auf dem Tisch und wir eingehender betrachtet. Sie landen nicht sofort im Altpapier.

Außerdem: Material, das persönlich ausgehändigt wird, erfüllt zudem eine psychologische Funktion. Es spricht das Belohnungszentrum im Hirn an, etwas in die Hände zu bekommen. Damit wird dem Ganzen vom Empfänger ein zusätzlicher Wert beigemessen. Er/Sie bewertet in der Folge das Unternehmen oder den Herausgeber positiv und trifft davon beeinflusste Konsumentscheidungen. Wenn also die Frage aufkommt: lohnt es sich noch, in gedruckte Werbematerialien zu investieren, dann lautet die Antwort: Ja.

Aber: Die Kosten-Nutzen-Rechnung sollte man trotzdem nicht vernachlässigen. Schließlich soll sich das Investment auch lohnen und nicht wie ein mieses Aktiengeschäft einfach nur Geld verbrennen.

Bildquelle: Rainer Sturm  / pixelio.de

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