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ProSieben Aktie // Steigt der Medienwert weil der Chef geht?

by • 20. November 2017 • Aktienvisionen, Anlagevisionen, FeatureComments (2)1216

TV-Sender haben heute sicherlich Hochkonjunktur. Denn das überraschende Scheitern der Jamaika-Gespräche sorgt für viele laufende TV-Geräte. Doch leider, zumindest aus Sicht der TV-Sender, informiert sich die jüngere Generation längst über das weltweite Netz. Das Absitzen vorm TV-Gerät gehört selbst in solch politisch wichtigen Momenten eher zur Seltenheit.

Genau unter dieser Abwanderung leiten die TV-Sender, weshalb insbesondere ProSiebenSat1 schon geraume Zeit ins Digitalgeschäft investiert. Unter Vorstandschef Thomas Ebeling erwarb der Sender eine ganze Reihe an Internet-Gesellschaften, die fleißig und kostengünstig TV-Werbung im klassischen TV platzieren können. So gehören beispielswiese Verivox, Brille24, MyDays, weg.de, moebel.de oder Amorelie.de zum Imperium. Allerdings brachen die klassischen Werbeeinnahmen so stark weg, dass das Neugeschäft dies noch nicht kompensieren kann. Und genau deshalb rutschte die ProSieben-Aktie (PSM777) immer weiter ab.

Nun zog zumindest der Chef die Notbremse. Ebeling wird den Medienkonzern überraschend nach der Bilanzpressekonferenz am 22. Februar 2018 verlassen. Und schon kamen neue Spekulationen in das angeschlagene Papier. So nannte ein Analyst das US-Fernsehnetzwerk NBCUniversal als möglichen Interessenten. Und eine Analystin der Commerzbank sieht zudem nach dem Kurseinbruch durchaus Chancen auf eine Erholung und schrieb Kaufen auf ihre neue Studie drauf.

Tatsächlich steigt die Aktie bis zum Mittag um rund 2,7 Prozent auf 26 Euro. Fundamental sehen auch wir Potenzial. Denn ein KGV von elf und eine Dividenden-Rendite von rund sieben Prozent sind durchaus Argumente, die für die Aktie sprechen. Und vielleicht macht Ebelings Abgang tatsächlich den Weg für eine Neuausrichtung frei, die dem Kapitalmarkt besser gefällt als die Ebeling-Strategie.

Daher kann auch ein Bonus-Zertifikat mit Cap eine gute Idee sein. Unser Favorit kommt von der Citi (CY87Z3). Das Papier bringt maximal 9,4 Prozent (16,3 Prozent p.a.), wenn die bei 20 Euro (Abstand: 23 Prozent) platzierte Barriere bis zum Laufzeitende im Juni 2018 hält. Im Falle eines Schwellenbruchs kommt es im kommenden Sommer zu einem Barausgleich, Anleger erhalten den dann gültigen Gegenwert der Aktie ausbezahlt.

Anfang Oktober [hier klicken] hatten wir an dieser Stelle ein Bonus-Zertifikat mit Cap von der Deutschen Bank (DM47ME) auf ProSiebenSat1 herausgestellt. Hier wurde leider die Schwelle bei 25 Euro zwischenzeitlich unterschritten, weshalb es nun am Laufzeitende im März 2018 zu einem Barausgleich kommt. Wer hier eingestiegen ist, dem raten wir das Zertifikat bis zum Laufzeitende zu halten und damit auf die Erholung der Aktie zu setzen. Denn das Papier wird nun nahezu eins zu eins mit der Aktie mitlaufen, da die HV und die Dividendenzahlung erst nach der Fälligkeit liegen.

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ProSiebenSat1-Aktie (Wochenchart): Aktienkurs halbiert, Baisse beendet? Noch keine Bodenbildung erkennbar

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Bildquelle: ProSiebenSat1

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