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Bonität // Was sie bedeutet und wie sie ermittelt wird

by • 20. September 2016 • ServiceComments (0)1117

Das Wort Bonität stammt vom lateinischen Begriff „bonitas“ und bedeutet übersetzt so viel wie Vortrefflichkeit. Im Zusammenhang mit dem Kreditwesen ist die Bonität die Kreditwürdigkeit, die nicht nur Verbraucher, sondern auch Unternehmen und sogar Länder besitzen können. Der Bonitäts-Score zeigt an, in welchem Maße der Überprüfte dazu fähig und bereit ist, einen Kredit zu begleichen. Je besser die Einstufung, desto wahrscheinlicher ist, dass die Schulden beglichen werden.

Die Bonität wird anhand von zwei verschiedenen Kriterien eingestuft:

  • Die persönliche Kreditwürdigkeit, die aussagt, inwieweit der Überprüfte bereit ist, eine Schuld zu begleichen – anders ausgedrückt, wird hier die Zahlungsmoral unter die Lupe genommen.
  • Die wirtschaftliche Kreditwürdigkeit – sie gibt Auskunft, inwieweit der Überprüfte finanziell dazu in der Lage ist, ein Darlehen zurückzuzahlen. Diese Bonität kann anhand bestimmter Kriterien festgestellt werden und ein recht verlässliches Ergebnis liefern.

Wie läuft eine Bonitätsprüfung ab? Die Bonitätsprüfung wird immer dann ausgeführt, wenn zum Beispiel eine Kreditanfrage gestartet oder wenn ein neuer Handyvertrag abgeschlossen wird. Dabei prüft das Vertragsunternehmen die finanziellen Verhältnisse. Diese Prüfung wird von dem Unternehmen selbst durchgeführt. Zusätzlich holt das Unternehmen aber noch Information über eine Auskunftei ein – in der Regel bei der Schufa. Es gibt aber noch viele weitere Auskunfteien in Deutschland, wie zum Beispiel Arvato. Die Auskunftei ergänzt die Information der Bank und hat viele Daten gesammelt, die ebenfalls das Kritikausfallrisiko und die Rückzahlungsfähigkeit einschätzten. Wer möchte, kann bei Score Kompass kostenlos seine eigene Bonität prüfen und kontrollieren, ob die dort hinterlegten Daten korrekt sind.


So wird die Bonität ermittelt. Da Kreditinstitute dazu rechtlich verpflichtet sind, zunächst die Zahlungsfähigkeit ihres potenziellen Kunden zu ermitteln, verlangen sie eine Selbstauskunft, in der der Kreditnehmer Daten zu seiner eigenen finanziellen Situation erfassen muss, wie beispielsweise sein monatliches Einkommen, die Art der Beschäftigung und ob es laufende Kredite gibt. Hierfür werden Nachweise in Form von Gehaltsabrechnungen und Kontoauszüge verlangt. Mit zur Entscheidung tragen dann auch die Ergebnisse der Bonitätsabfrage bei, die weitere Faktoren enthält, wie zum Beispiel Zahlungsrückstände, Zahlungsverhalten und weitere Zahlungsverpflichtungen. Mit all diesen Daten gibt das Kreditinstitut anschließend eine Prognose zum Kreditausfallrisiko und schätzt die Bonität ein.

 

Bildquelle: Petra Bork  / pixelio.de

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