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Draghi-Day // Commerzbank, Deutsche Bank, RWE, VW, Mitsubishi, Rocket Internet

by • 20. April 2016 • MarketwatchComments (0)2680

Haben die Feierlichkeiten zum Draghi-Day morgen (21. April) schon begonnen. Der DAX scheint will entschlossen weiter nach oben zu klettern. Anscheinend glaubt die Börse fest daran, dass der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, noch weitere geldpolitische Wohltaten in Form von noch mehr Liquidität verteilen wird. Spekuliert wird über den Aufkauf von Unternehmensanleihen (Corporate Bonds) und auch Helikopter-Geld gilt nicht mehr als ausgeschlossen.

Charttechnisch hat sich der DAX aus seiner Konsolidierungsformation nach oben rausgeschoben und dabei sogar die 200-Tage-Durchschnittslinie überschritten, was als deutliches Haussesignal gilt. Nun scheint auch die Kurslücke (Gap) bei 10.500/10.700 Punkten geschlossen werden. Bekanntermaßen mag der DAX keine offenen Gaps.

Der Euro ist zumindest keine große Belastung. Er pendelt derzeit um die Marke von 1,13 Dollar.

Steil nach oben geht es mit der VW-Aktie. Hier gibt es Hoffnungen auf eine außergerichtliche Einigung im Abgas-Skandal in den USA. Die Aktie gewinnt deutlich und überschreitet dabei auch den kurzfristigen Abwärtstrend. Die Börse/Crowd scheint doch an eine gütliche Einigung zu glauben. Vielleicht beflügelt den VW-Kurs aber auch, dass man nicht mehr allein ist mit seinem Abgas-Skandal. Anscheinend wurde auch beim japanischem Autobauer Mitsubishi beim Treibstoffverbrauch getrickst.

Dagegen geht es mit der Commerzbank-Aktie merklicher abwärts. Hier gab es auf der heutigen Hauptversammlung eine „kleine Gewinnwarnung. Man stellt inzwischen in Frage, ob man das Konzernergebnis von 2015 wieder erreichen kann. In den vergangenen Tagen hatten bereits die US-Banken Goldman Sachs, Morgan Stanley und Citigroup herbe Gewinneinbrüche im ersten Quartal gemeldet. Mehr dazu hier.

Die Deutsche-Bank-Aktie lässt sich davon nicht beeindrucken. Sie liegt kräftig zu. Vielleicht liegt das an der angekündigten Digital-Offensive mit einem Volumen von 750 Millionen Euro bis 2020. Mehr zur Deutschen Bank hier.


Auf der Hauptversammlung von RWE war lautes Klagen und Jammern zu vernehmen. Weitere Verluste könne man sich nicht leisten … die Lage sei angespannt … Das Alles klingt doch arg nach einem Hilferuf nach dem Staat beziehungsweise nach dem Steuerzahler. Mehr zu RWE-Aktie hier.

Bei der Rocket-Internet-Aktie bleibt die charttechnische Situation undurchsichtig. Zwar wurde der kurzfristige Abwärtstrend überschritten, aber die Aktie konnte sich noch nicht so recht nach oben lösen. Mehr zu Rocket Internet hier.

DAX-Chart: aufwärts

DAX_200416

Helikopter-Geld


Bildquelle: ECB / Flickr

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