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Was mit Zertifikaten auf den Euro Stoxx 50 im Jahr 2013 zu verdienen war

by • 20. Februar 2014 • Zertifikate_BrancheComments (0)1702

Wie haben sich die unterschiedlichen Zertifikatetypen im Jahr 2013 entwickelt? Welche Renditen erzielten sie bei welchem Risiko? Wie hat im gleichen Zeitraum der Euro-Stoxx-50-Index performt?

Bonus-Zertifikate

Der Gewinner ist: Bonus-Zertifikate schafften im Jahr 2013, gemessen am Bonus-Index, ein beachtliches Plus von 15,72 Prozent. Damit erzielten Bonus-Zertifikate im Jahr 2013 mit großem Abstand die beste Rendite unter allen Zertifikatetypen. Und dies trotz sehr niedrig gewählter Barrieren – Anleger lieben nach wie vor Sicherheit. Mit dem Kurswachstum des Euro Stoxx 50 konnte Bonus-Zertifikate allerdings nicht mithalten. Der europäische Leitindex verbuchte trotz einiger Auf- und Abwärtsbewegungen ein kräftiges Plus von 18,05 Prozent für sich. Das Risiko (Volatilität) von Bonus-Zertifikaten und des Euro Stoxx 50 bewegt sich dabei auf einem ähnlichen Niveau bei 25,3 Prozent beziehungsweise 24,7 Prozent. Seit Auflage im Jahr 2006 konnte mit Bonus-Zertifikaten eine Rendite von 1,32 Prozent pro Jahr erzielt werden. Zum Vergleich der Euro Stoxx 50: minus 1,86 Prozent.

Aktienanleihen

Aktienanleihen konnten 2013 nicht mit dem Kursanstieg des Euro Stoxx 50 mithalten. Aktienanleihen erzielten aber immerhin eine Rendite von 7,34 Prozent – beachtlich in diesen renditearmen Zeiten. Gleichzeitig war aber auch das Risiko (Volatilität) von Aktienanleihen gering: Es liegt seit Auflegung im Jahr 2009 bei 12,3 Prozent. Rendite pro Jahr von Aktienanleihen seit Auflegung 2009: 5,68 Prozent.

Discount-Zertifikate

Mit Discount-Zertifikaten auf den Euro Stoxx 50 konnten Anleger im Schnitt im Jahr 2013 ein Plus von 6,16 Prozent erreichen. Grund dafür ist der eingebaute Cap, der aufgrund des erhöhten Sicherheitsbedürfnisses meist sehr niedrig gewählt wurde. Er verhinderte, dass Anleger erheblich vom Kursanstieg des europäischen Leitindexes profitieren konnten. Aber das liegt in der Natur der Sache: kein Schutz ohne Renditeeinbußen. Der Schutz ist eine im Vergleich zum Euro Stoxx 50 halbierte Volatilität von 12,4 Prozent. Seit Auflage im Jahr 2006 war mit Discount-Zertifikaten auf den Euro Stoxx 50 eine jährliche Rendite von 3,80 Prozent zu erwirtschaften.


Kapitalschutz-Zertifikate

Kapitalschutz-Zertifikate erzielten auf Jahressicht ein Plus von 5,60 Prozent. Dabei wurden aber die Anlegernerven erheblich geschont. Denn mit einer langfristigen Volatilität von gerade einmal 2,39 Prozent sind die Wertschwankungen bei Kapitalschutz-Zertifikaten fast zu vernachlässigen. Zum Vergleich. Beim Euro Stoxx 50 liegt die langfristige Volatilität bei immerhin 24,7 Prozent. Seit Auflegung im Jahr 2006 war für Anleger mit Kapitalschutz-Zertifikaten einen Rendite von 3,17 Prozent pro Jahr zu erzielen.

Fazit

Wer ein ausgewogenes Verhältnis von Renditechance und Risiko sucht, greift tendenziell zu Aktienanleihen oder Discount-Zertifikaten. Sie haben sich seit Jahren bewährt, was allerdings keine Garantie für die Zukunft darstellt. Bonus-Zertifikate taugen gut in positiven Marktphasen oder Seitwärtsbewegungen mit einer guten Grundstimmung. Ihr Risiko recht ausgeprägt, da sie sich bei einem Barrierebruch in Index-Produkte wandeln. Kapitalschutz-Zertifikate sind noch am ehesten mit Unternehmensanleihen zu vergleichen. Abgesehen vom Emittentenrisiko gibt es hier kein Verlustrisiko.

Zertifikate-Indizes zum Durchklicken

Bonus-Index
Aktienanleihen-Index
Discount-Index
Kapitalschutz-Index

 

Quelle: DDV Index Report. Der Deutsche Derivate Verband (DDV) unterstützt die Initiative der Börse Frankfurt Zertifikate, der Frankfurter Börse für strukturierte Produkte und der European Derivatives Group (EDG), Indizes für verschiedene Zertifikate-Kategorien zu veröffentlichen. Die Indizes zeigen die durchschnittliche Wertentwicklung von Zertifikaten und ermöglichen den direkten Leistungsvergleich mit anderen Finanzprodukten.
Bildquelle: Marvin Siefke  / pixelio.de


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