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by • 20. Januar 2015 • MarketwatchComments (0)1409

Sherlock_221b // Was Sie über die Märkte wissen sollten.

200115 // Es ist die Woche aller Wochen. In dieser Woche wird sich die Europäische Zentralbank (EZB) wohl für den großzügigen Aufkauf von Staatsanleihen entscheiden (Quantitative Easing – QE). Kaufen sollen dann die einzelnen Notenbank in den Mitgliedsstaaten des Eurosystems, damit es keine Konflikte gibt, hinterher – und bei der Schuldenfinanzierung. Aber eine Staatsschuldenfinanzierung soll es natürlich nicht sein, darf/soll sie gar nicht, die Notenbank. Die EZB will Deflation und Konjunkturschwäche bekämpfen. Dafür soll mehr Geld in den Kreislauf gepumpt werden, damit das Geld weniger wert ist/wird und nicht mehr, wie bei einer Deflation oder bei deflationären Tendenzen. Und wenn es dann immer weniger wert wird, dann sollen die Konsumenten endlich das Konsumieren anfangen, damit ihnen das Geld quasi nicht durch die Finger rinnt. Zugleich gibt es noch angenehme Nebeneffekte dieses Kniffs: Die Zinsen bleiben niedrig oder fallen sogar noch – wenn denn dies überhaupt noch möglich ist – und der Euro wird geschwächt. Überhaupt ist ja ein weicher Euro gut für die Exportindustrie, weil diese dann ihre Produkte günstiger in der Welt verkaufen kann – und nicht teurer, wie jetzt die Schweizer. Natürlich können wir alle uns gleichzeitig im Nicht-Euro-Ausland weniger leisten – so wie jetzt vermutlich den Ski-Urlaub in der Schweiz, wenn das Rösti plötzlich 40 anstatt 30 Euro kostet. Aber wer braucht schon ein Rösti in der Schweiz?

So klettert der DAX auch heute weiter nach oben. Es ist nach wie vor die Vorfreude auf noch mehr Geld. Ist das schon ein wenig Economy by Simbabwe? Dort lag die Inflationsrate 2008 offiziell bei rund 100.000 Prozent pro Jahr, weil man ein wenig zu viel Geld gedruckt hat, aber die Aktienkurse stiegen tatsächlich mit 340.000 Prozent sogar noch schneller. Anleger sollten das vielleicht im Hinterkopf behalten.

Positives kommt von der ZEW. Der Konjunkturindikator ist auf den höchsten Stand seit vier Jahren gestiegen. „Wesentlich für den erneuten Zugewinn dürften der weiterhin rückläufige Ölpreis sowie die weitere Abwertung des Euro sein”, kommentiert ZEW-Präsident Clemens Fuest. Da haben wir es, ein schwacher Euro …


Die Erzeugerpreise waren Deutschland im vergangenen Jahr eher rückläufig, was aber keine wirkliche Überraschung ist.

Oxfam meldet, dass das reichste Prozent der Weltbevölkerung bald mehr als der ganze Rest der Menschheit besitzen könnte. Oooommm …

Gold ist dieser Tage erstaunlich stark. Wittert man hier Economy by Simbabwe?

SAP will mehr in das Cloud-Geschäft investieren und weniger auf die Gewinne achten. Die Börse nimmt das übel.

Charttechnik: Schafft die Telekom den Anstieg bis au 16/17 Euro? Der Weg scheint nun frei. Ist die Bodenbildung bei der Commerzbank und der Deutschen Bank nun geglückt? Eon tut sich nach wie vor schwer mit der unteren Begrenzungslinie des alten Aufwärtstrends.

Spannend anzusehen das das aktuelle Renditedreieck des DAI. Ab 10 Jahren Haltedauer von Aktien gibt es so gut wie keine Verlust.

Bildquelle: Volker Kraus / pixelio.de
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