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Marketwatch // DAX : Euro : Grexit : Bundesanleihen : Deutsche Telekom : BVB : Südzucker : Deutsche Bank : Allianz : Commerzbank : Munich Re : Gold : China

by • 19. Juni 2015 • MarketwatchComments (0)955

190615 // Huch! Haben die Märkte Griechenland schon abgehakt? Der DAX steigt, zumindest zeitweise, dabei ist längst nicht klar, wie das Griechenland-Drama wohl ausgehen mag. Griechenland ist pleite, daran gibt es keinen Zweifel. Die Griechen räumen ihre Konten – und die Länder, in die das Geld überwiesen wird, bezahlen über den Umweg Europäische Zentralbank (EZB – Eurosystem) dafür. Nebenbei: Da stellt sich schon die Frage, wieso die Griechen Kapitalverkehrskontrollen einführen sollten? Das macht für mich so lange keinen Sinn, wie die EZB die sogenannte Emergency Liquidity Assistance (ELA) den griechischen Geschäftsbanken, damit diese ihre Auslandsüberweisungen abwickeln können, zur Verfügung stellt. Heute hat die EZB beschlossen ELA ein weiteres Mal aufzustocken.

Aber vielleicht treibt den DAX auch die vage Hoffnung, dass doch noch alles gut ausgehen könnte, man weiß ja nie. Aber: Der DAX notierte heute schon deutlich höher und ist bereits wieder unter Vortagesniveau abgesackt.

Mit dem Euro geht es abwärts, nachdem er gestern kurz über die Marke von 1,14 Dollar geblickt hat. Heute steht er bei knapp 1,13 Dollar. Am Devisenmarkt ist man wohl etwas skeptischer, was den Ausgang des griechischen Dramas angeht – oder es ist ein keimender Optimismus, was die US-Konjunktur betrifft. Von der amerikanischen Wirtschaft waren ja zuletzt durchaus zuversichtlichere Töne zu vernehmen. Ich bin in diesem Punkt allerdings noch skeptischer – wie auch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) – ich würde gerne noch mehr gute Daten sehen.

Charttechnisch wurde gestern die Abwärtstrendlinie im Euro nach oben überschritten. Heute gibt es einen Rückfall auf die Ausbruchslinie.

Beim Bund Future wird das Griechenland-Grummeln sichtbar. Bundesanleihen sind wieder gefragt; der Bund Future steigt.


Gold stagniert bei 1.200 Dollar und sendet keine Krisensignale.

In China kracht es dagegen gewaltig. Der FTSE China A50 Index verliert 5 Prozent. Die Angst vor dem Platzen einer Blase geht wieder um.

Und ja, Aktien gibt es auch noch. Die Deutsche Telekom verbessert sich leicht. Man hofft nach wie vor auf ein gutes Geschäft mit der US-Tochter T-Mobile US. Und auch das Internetportal T-Online soll ja noch verkauft werden.

Die Stimmung bei den Finanzwerten ist durch Griechenland bedingt gedämpft. Deutsche Bank und die Allianz notieren leichter, die Münchener Rück und die Commerzbank können sich etwas verbessern.

Erholungstendenzen bei Bauer und bei der BVB-Aktie.

Medigene verbessert sich um fast 4 Prozent, aber nach wie vor im Seitwärtstrend.

Südzucker hat sich von dem gestrigen Herunterstufung durch Goldman Sachs wieder erholt und legt rund 1 Prozent zu.

Bildquelle: Illustration Marcus Stark / pixelio.de [bearbeitet]

 


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