Aufräumarbeiten

by • 19. Januar 2010 • PlusvisionenComments (0)950

Konrad Hummler, geschäftsführender und unbeschränkt haftender Teilhaber von Wegelin & Co., sieht in seinem neuen Anlagekommentar Nr. 268 die Situation in den USA dramatischer als bisher angenommen. Besorgniserregend sei die Verschuldung im Verhältnis zum BIP, die unumgängliche Neuverschuldung und die Feststellung, dass die Probleme struktureller Natur seien. Der fiskalische Spielraum der Amerikaner sei noch enger, wenn man berücksichtige, dass rund ein Drittel der Staatsschuld durch staatsnahe Institutionen finanziert werde. Sollten die Staatseinnahmen nur geringfügig fallen oder die Zinsen nur wenig steigen, drohe das System aus dem Gleichgewicht zu geraten. Für die Finanzierung werde entscheidend sein, wie lange die Gläubiger dem Schuldner USA Vertrauen schenken.

Zu Renten und Aktien schreibt er: „Hinzugewinnen kann man kaum, verlieren jedoch durchaus“, so die Aussichten für die Anleger im festverzinslichen Bereich. Die Risiken seien in der aktuellen Situation mit sehr tiefen Zinsen und wiederum sehr tiefen Risikoprämien asymmetrischer Natur. Schuldnerqualität, Zinsen, Währungsrelationen und Rechtssicherheit müssten höchste Aufmerksamkeit geschenkt werden. In diesem Anlagenotstand sollte nicht zuletzt an Aktien gedacht werden, mit denen zwar zeitweise ebenfalls verloren, aber immerhin auch gewonnen werden kann.

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