DAX im Zweifel // Medigene, Aixtron, K+S, Dialog Semiconductor, Daimler, VW, EON, RWE, Vonovia, Euro, Öl, Gold

by • 18. Dezember 2015 • MarketwatchComments (0)1246

Schon wachsen wieder die Zweifel. Geht es der amerikanischen Wirtschaft wirklich so gut, wie es die Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Janet Yellen, bei ihrer Entscheidung die Leitzinsen in den USA zu erhöhen, suggerieren wollte? Das Verbraucher-Vertrauen ist nicht sonderlich hoch und die Kapazitätsauslastung der Industrie eher niedrig. Immerhin, die Kerninflation bewegt sich wieder auf einen gewollten Niveau von 2 Prozent. Aber die Zahlen einer boomenden Industrie sehen üblicherweise anders aus.

Überrascht zeigt sich Yellen insbesondere vom stark sinkenden Öl-Preis. Die Nordseesorte Brent notiert nun schon unter 37 Dollar. Das sind Preise, die nicht unbedingt Mut machen, was die globale Konjunktur angeht. Doch die weltweite Wirtschaftsentwicklung muss nicht der ausschlaggebende Punkt für die Preisentwicklung beim Öl sein [weitere Gründe hier oder hier als Video.] Charttechnisch kann ohnehin nicht ein Rückfall bis in den Bereich zwischen 23 und 31 Dollar je Fass ausgeschlossen werden.

Eher nach unten zu orientieren scheint sich auch Gold. Hier fehlt nicht mehr viel für einen neuerlichen deutlichen Abwärtsschub.

Der Euro befindet sich wieder auf seinem „Lieblingsniveau“ in diesem Jahr bei 1,08/1,10 Dollar.

Und der DAX? Er ist an eine „alten“ Abwärtstrendlinie nach unten abgeprallt und die die offene Kurslücke (Gap) zwischen 10.570 und 10.650 Punkten geschlossen. So richtigen Elan nach oben scheint er aber auch nicht zu verspüren. Die Sachen mit Draghi, Yellen und dem Öl-Preis (Weltkonjunktur) verwirren die Anleger doch etwas. Man wartet mal ab.

Zudem hatte auch US-Investor Carl Icahn kürzlich wieder (mal wieder) vor einem Meltdown der Börsen gewarnt („Danger Ahead“) – und gleich war sie da, die mediale Aufgeregtheit. Klugerweise hat Icahn seine Prognose nicht zeitlich unterlegt. So bleibt offen, ob der Crash gleich nächsten Montag oder doch eher am 17. September 2027 stattfindet, was ich grundsätzlich kein schlechtes Datum (Freitag) fände, es bliebe noch genügend Zeit sich darauf einzustellen … Natürlich wird ein Crash kommen, sicherlich auch ein großer, wieso auch nicht, Crashs gab es schließlich immer. Aber Aussagen wie die Icahns tritt man als Anleger getrost in die Tonne, da keiner damit etwas anfangen kann. Letztlich muss man investieren, in gute, solide Werte, das zahlte sich bislang immer aus. Icahn macht das übrigens auch so, weil er sein Geld mit Aktien gemacht hat und nicht mit Sparbüchern. Man sollte solche Prognosen als das nehmen, was sie sind, Unterhaltung und Börsen-Folklore.


Die Daimler-Aktie tut sich unvermindert schwer mit einer womöglich schwächeren Weltkonjunktur. Dagegen hält sich VW recht gut. Die Wolfsburgen kommen aber auch von einem anderen Niveau.

K+S will mehr Salz in der Unternehmenssuppe. Lesen Sie hier.

Letztlich seitwärts geht es mit der Aktie der Deutschen Telekom im Bereich von 16 Euro. Im bisherigen Jahresverlauf ist es dem Papier noch nicht gelungen die Widerstandslinie bei 16,90 Euro zu überwinden.

Die Versorger EON und RWE bleiben im energielos. Von einer Kurs-Wende ist (noch) nichts zu spüren. Lesen Sie auch: Kein Jubel über Kernspaltung

Medigene legt weiter etwas zu. Das wirkt recht konstruktiv. Wir berichteten ausführlich hier.

Aixtron findet scheinbar noch nicht einmal die Kraft für eine Gegenreaktion. Lesen Sie auch hier.

Im Abwärtstrend befindet sich auch nach wie vor Dialog Semiconductor. Lesen Sie hier.

Vonovia legt gegen den Trend zu. Lesen sie auch hier.

Sehenswert auch: CASINO OPEN – die Börsen Show mit Fed, DAX und Öl-Preis

DAX: kurzfristig an Widerstand abgeprallt

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Bildquelle: Börse Frankfurt

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