Handlauf, aufwärts

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by • 18. Dezember 2014 • MarketwatchComments (0)970

Sherlock_221b // Was Sie über die Märkte wissen sollten.

181214 // Der DAX erfreut sich heute an der gestrigen Fed-Pressekonferenz. Die Fed-Vorsitzende Janet Yellen hat deutlich gemacht, dass sie keine Eile für eine Leitzinserhöhung sieht. Die Fed wolle geduldig prüfen, wie sich die Wirtschaft entwickle. Kein Grund zur Sorge, dass die amerikanische Notenbank schon bald einen strengeren geldpolitischen Kurs einschlagen könnte. Warum auch? Die Wirtschaft läuft zwar wieder, aber nicht sonderlich stabil und die Inflation ist nach wie vor niedrig (nach offizieller Lesart). Es dürfte noch sehr lange dauern, bis wir so etwas wie eine straffe Geldpolitik erleben werden. Womöglich kommt die wirtschaftliche Entwicklung in den USA im kommenden Jahr wieder ins Stocken, dann ist das Thema ohnehin vom Tisch.

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Dezember auf 105,5 Punkte gestiegen, von 104,7 im Vormonat. Die positiven Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage sei unverändert geblieben. „Der Ausblick auf die kommenden Monate hat sich weiter aufgehellt. Fallende Ölpreise und ein sinkender Eurokurs bescheren die deutsche Wirtschaft zur Weihnachtszeit“, analysiert ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Die deutsche Wirtschaft wirkt sehr robust.

Ein gewisses Unwohlsein ruft die Situation in Griechenland hervor. Dort ist der Präsidentschaftskandidat der Regierung im ersten Wahlgang gescheitert. Zwei weitere Wahlgänge stehen noch an. Gut möglich, dass auch diese scheitern. Dann dürfte es zu Neuwahlen kommen, wo die linke Opposition sich gute Chancen ausrechnen kann. Syriza fordert einen Schuldenschnitt, der auch unumgänglich sein dürfte, um die griechische Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Alles andere ist die Schaffung von Dauerabhängigkeiten und Ewigalimentierungen. Der Euro gibt nach.


Deutlich aufwärts geht es mit den Aktien-Kursen in Russland. Jetzt schon von einer Trendwende zu sprechen ist sicherlich verwegen.

Gold scheint von der Fed und deren Fortsetzung der tendenziell lockeren Geldpolitik zu profitieren.

Die Deutsche Bank will wohl ihr Haus radikal umbauen. Die Börse belohnt die Abkehr vom bisherigen Geschäftsmodell – obgleich man noch nichts über das Neue weiß – mit einem deutlichen Plus.

Die Aktie der Telekom bleibt gefragt. Hast sie das ganz düstere Tal durchschritten?

Mit Öl geht es etwas aufwärts. Kein Wunder nach dieser langen Abwärtsbewegung.

Bildquelle: Marvin Siefke / pixelio.de


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