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Euro Dollar // Trump, die Zinsen und ein Absturz

by • 18. November 2016 • BörsenvisionenComments (0)1357

Ist das eine kleine Hoffnungskerze (Doji), die da im Euro-Chart angesteckt wird? Seit dem Wahl-Sieg Donald Trumps geht es mit dem Euro gegenüber dem Dollar vor allem eines: bergab. Wir wissen ja: Donald the Trump will Amerika wieder great machen. Aber was ist bei den Amerikanern nicht great? Dafür lieber wir sie. Doch der Dollar fühlt sich wohl tatsächlich inspiriert von den Äußerungen Trumps und legt mächtig zu. Gleichzeitig steigen auch wieder die Zinsen, wegen der Aussicht auf fiskalpolitischer Lockerungen, aber wer weiß das schon. Auf jeden Fall sind höhere Zinsen in den USA tendenziell gut für den Dollar, weil dadurch Kapital ins Land gelockt wird. Sorry Emerging Markets!

Nun hat auch noch die amerikanische Notenbankchefin Janet Yellen [sie will übrigens bis zum Ende ihrer Amtszeit Notenbankchefin bleiben] gesprochen und deutlich durchblicken lassen, dass es mit der zweiten Leitzinserhöhung, nach der im vergangenen Dezember, nun endlich, endlich soweit ist. Der Dezember ist quasi fix gebucht für die Leitzinserhöhung. Es sei notwendig und überfällig und was man halt zu solchen Anlässen sagt. Wir sind gespannt. Ähnliches haben wir zu Jahresanfang auch schon gehört. Aber ja, es scheint nun wirklich soweit zu sein.

Wird der Euro somit noch schwächer gegenüber dem Dollar? Könnte sein, muss aber nicht sein. Schließlich ist der Euro in diesem Jahr schon gehörig gefallen und um die US-Wirtschaft steht es nun auch nicht unbedingt zum Besten. Zudem bleibt die Unsicherheit, welche Wirtschaftspolitik Trump einschlagen wird. All das wäre eigentlich ein Abschlag auf den Dollar wert.

Charttechnisch sind die Trends eindeutig: Der Euro fällt auf so ziemlich allen Zeitebenen. Wer jetzt long geht, agiert gegen den breiten Markt. Etwas Euro-Zuversicht macht der Wochenchart (siehe unten). Könnte da mit dem aktuellen Rückgang ein dritter Boden entstehen? Möglich, die Seitwärtsbewegung könnte aber auch eine Konsolidierung im Abwärtstrend sein. Wenn es da zu einem nachhaltigen Ausbruch nach unten kommt, dürfte es (lange) rauschend abwärts gehen.

Interessant könnte für ein Long-Engagement auf den Euro ein Hebelpapier sein. Beispiel: SE18G7. Das SocGen-Produkt hat einen Hebel von aktuell 6,2 und einer Stop-loss-Barriere bei 0,91 Dollar. Das Short-Pendent wäre SG61MV mit Hebel 6,8 und einem Stopp bei zurzeit 1,1920 Dollar.

Mögen die Kurse mit Ihnen sein.

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Euro-Dollar: Hoffnungsdoji?

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