Baring-Fondsmanager Michael Levy: Frontier-Market Nigeria mit attraktiven Investmentchancen

by • 18. Juni 2014 • AußenvisionenComments (0)1960

Eine Außenvision von Michael Levy, Manager des Baring Frontier Markets Fund. Spannend finde er unter den ganz jungen Finanzmärkten die Anlageregion Afrika.

Durch Unternehmen wie Guaranty Trust Bank, Zenith Bank und Nigerian Breweries steht Nigeria an erster Stelle, wenn es um Investmentchancen der Frontier-Markets geht. Nigeria, Afrikas größte Volkswirtschaft, korrigierte unlängst sein Bruttoinlandsprodukt (BIP) für 2013 nach oben auf 500 Milliarden Dollar, womit das Land nun auf Platz 26 der weltweit größten Volkswirtschaften steh. In diesem Land, das weitreichende Reformen durchläuft, könnten die im Jahr 2015 anstehenden Parlamentswahlen zusätzliche Chancen für Anleger bieten.

Frontier-Markets verfügen über ein enormes langfristiges Wachstumspotenzial innerhalb einer Weltwirtschaft, die von eher schwachem Wachstum geprägt ist. Frontier-Markets sind ineffiziente Märkte in einem frühen Entwicklungsstadium, die viele fehlbewertete Investmentchancen bieten. Darüber hinaus weisen sie niedrige Korrelationen mit den Aktienmärkten der Industrie- und Schwellenländer auf.

Die Prognosen für Eigenkapitalrendite und Dividendenrendite für Frontier-Markets im Jahre 2015 sind wesentlich besser als für Industrie- und Schwellenmärkte, sie spiegeln höhere relative Wirtschaftszuwachsraten und frühzeitige Opportunitäten wider. Auch die Prognose für das BIP-Wachstum liegt oberhalb vergleichbarer Länder, sowohl für die nahe Zukunft als auch für die kommenden Jahrzehnte.“

Ein gutes Beispiel für eine Anlagechance in Frontier-Märkten ist die Zenith Bank. Die zweitgrößte Bank in Nigeria profitierte von einem vorsichtigen Risikoansatz und entsprechend unserer Prognosen wird das zukünftige Kreditwachstum auf nachhaltige und gewinnbringende Weise 15 Prozent pro Jahr übersteigen. Darüber hinaus weisen die äußerst liquiden Bilanzen eine Anlagenintensität auf, die zu den höchsten weltweit gehört. Weitere von uns bevorzugte Frontier-Market-Aktien umfassen Safaricom aus Kenia sowie den größten Autohändler in Laos, Kolao Holdings, der von dem steigenden privaten Pkw-Bestand in Laos und den benachbarten Ländern Kambodscha und Myanmar profitiert.


Infolge der jüngsten Ankündigung, dass Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate ab dem 2. Juni vom MSCI Frontier Markets Index in den MSCI Emerging Markets Index umgruppiert werden, wird Afrika für Anleger in Grenzmärkten zunehmend wichtiger werden. Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben derzeit eine Gewichtung von 36,3 Prozent.

Afrika ist eine der Regionen, in denen wir ein starkes langfristiges Investmentpotenzial erkennen. Eine Konsequenz der Indexveränderung ist, dass wir eine gesteigerte Aufmerksamkeit für die Märkte in der Region erwarten. Da sich mit zunehmender Entwicklung der Volkswirtschaften auch die der Grenzmärkte weiter entfalten, ist dies unserer Ansicht nach auch gleichzeitig einer der Hauptgründe dafür, weshalb diese Märkte für Anleger weiterhin eine so spannende Anlageklasse sind.

Nigeria hat im Baring Frontier Markets Fund aktuell eine Gewichtung von 13,2 Prozent und ist damit die größte Länderposition, gefolgt von Saudi-Arabien (9,7 Prozent), Kuwait (9,6 Prozent) und den VAE (9,2 Prozent). Die MENA-Region (Nahost und Nordafrika) nimmt 42,2 Prozent des Fondsvolumens ein, afrikanische Positionen machen 21,6 Prozent aus, darauf folgen Asien (13,8 Prozent) und Osteuropa (8,6 Prozent). Im zurückliegenden Jahr lag die Performance des Baring Frontier Markets Fund bei 24,8 Prozent. Die Gesamtkostenquote (TER) liegt bei 2,82 Prozent pro Jahr.

Bildquelle: Baring [bearbeitet]


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