DAX: 7 weiße Kerzen und nun Pause // Marketwatch, Euro, Bundestag, Grexit, Telekom, RIB Software, Puma, Gold, Öl

by • 17. Juli 2015 • MarketwatchComments (0)993

170715 // Der Bundestag hat JA gesagt zu Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket für Griechenland. Etwas anderes war auch angesichts der Mehrheitsverhältnisse nicht zu erwarten gewesen. Die teilweise hitzige Debatte dauerte drei Stunden. Und natürlich wurde ein Grexit ebenso ausgeschlossen wie ein Schuldenschnitt. Griechenland soll im Euro bleiben – koste es was es wolle, könnte man sagen. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat noch einmal betont, dass die Statuten der Eurozone keinen Schuldenschnitt (Bail-out) vorsehen. Natürlich weiß auch Schäuble, dass es ohne eine Umschuldung nicht gehen wird. Aber der Druck auf Griechenland tiefgreifende (notwendige!) Reformen durchzuführen soll bleiben. Vermutlich ist der Entzug von Geld und die Drohung mit dem Grexit das Einzige, was die griechische Regierung zu einem Umdenken bewegen kann. Ja, auch die deutsche Seite hat Fehler gemacht, vor allem den, dass sie 2010 nicht beherzter gehandelt hat, doch im Nachhinein sind wir alle schlauer und man sollte auch nie vergessen, dass in der Eurozone nun 19 Staaten zu einer Entscheidung gebracht werden müssen.

Der DAX entwickelt sich verhalten. Nach dem steilen Anstieg der vergangenen Tage ist das aber auch nicht weiter verwunderlich. Es waren sieben weiße Kerzen in Folge. Allein das ist erstaunlich und spricht für einen gewissen grundsätzlichen Drang nach oben. Aber klar, Griechenland und China sind noch nicht vom Tisch. Insbesondere die konjunkturelle Entwicklung in der Volksrepublik sollte man sorgsam verfolgen.

Weitgehend in den Kursen enthalten sollte dagegen schon eine Leitzinserhöhung in den USA noch in diesem Jahr sein (so sie denn kommen sollte). Fed-Chefin Janet Yellen hat das auch in dieser Woche wieder angedeutet. Gleichwohl sind die Konjunkturdaten aus den USA nicht durchgängig gut. Der Euro steht bei 1,0870 Dollar und es sieht so aus, als würde er seine längerfristige Seitwärtsbewegung um die Marke von 1,10 Dollar fortsetzen wollen. Spannend ist die Unterstützung knapp über 1,08 Dollar und der Abwärtstrend, der bei 1,12 Dollar verläuft.


Bei Gold scheint die Unterstützung bei 1.141/1.142 Dollar zu fallen. Nächster Halt wäre dann 1.131 Dollar. Fällt auch diese, würde es ziemlich düster aussehen.

Öl (Brent) bleibt unter Druck, was nicht gerade für die Weltwirtschaft spricht.

Bei der Deutschen Telekom belastet mal wieder die US-Tochter T-Mobile US. Anscheinend stocken die Verkaufsverhandlungen. Dieser Zyklus aus guten und schlechten Nachrichten ist nun hinlänglich bekannt bei der Telekom.

Beobachtenswert bleibt der charttechnische Turnaround bei Puma.

Spannend ist der charttechnische Ausbruch nach oben bei RIB Software. Schöner Wochenchart.

Bildquelle: Börse Frankfurt [bearbeitet]

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