Feuermelder, Gefahr, Börse

RWE Aktie // Dividenden-Alptraum – wieder Sorgen mit dem Versorger

by • 17. Februar 2016 • AktienvisionenComments (0)2609

Witwen, Waisen und Kämmerer aufgemerkt! Die Aktien von RWE ist nach wie vor kein passendes Instrument mehr für die Altersvorsorge oder die Aufbesserung der Gemeindekasse. Dieser Satz in der Pressemitteilung vom 17. Februar 2016 gefällt mir besonders: Der fortgesetzte Preisverfall im Stromgroßhandel, führe zu einer „Erosion der Kraftwerksmargen“. Die Perspektiven in der konventionellen Stromerzeugung haben sich weiter verschlechtert. Dies veranlasst RWE zu einer Wertberichtigung von 2,1 Milliarden Euro auf deutsche und britische Kraftwerke, die das neutrale Ergebnis mindern. RWE geht weiter voRWEg. Das Betriebsergebnis für 2015 beträgt voraussichtlich 3,8 Milliarden Euro und das bereinigte Nettoergebnis 1,1 Milliarden Euro. Unbereinigt macht RWE netto 200 Millionen Euro Miese. Das sei „außergewöhnlich schwach“, konstatiert man niedergeschlagen im Konzern. Die Schulden, die auf dem Konzern mit einem Börsenwert von 7,2 Milliarden Euro lasten, betragen jetzt 25 Milliarden Euro. Da muss noch weiteres Geld in die Kasse, wie aus dem Verkauf der Tochter Dea.

Für 2016 Betriebsergebnis von 2,8 bis 3,1 Milliarden Euro und ein bereinigtes Nettoergebnis von 0,5 bis 0,7 Milliarden Euro. Das würde einen weiteren Rückgang bedeuten.

Dieser bleibt diesmal auch nicht Folgenlos für die Dividende. Für das Geschäftsjahr betrug sie noch 1 Euro je Stamm- und Vorzugsaktie. Nun sollen es nur noch 0,13 Euro je Vorzugsaktie sein. Die Stämme gehen ganz leer aus. Das bedeutet Dividenden-Renditen von 1,3 beziehungsweise von 0,0 Prozent.

Damit ist es auch mit der mühsamen Erholung der Kurse der RWE-Aktie seit September 2015 mal wieder vorbei. Ein Test der Tiefs bei knapp über 9 Euro kann nicht mehr ausgeschlossen werden – und man wird abwarten müssen, ob diese Marke hält, dann wäre wenigstens der Seitwärtstrend gerettet. Witwen und Waisen sollten nach wie vor einen größeren Bogen um RWE machen (und auch Eon). Trader könnten darauf setzen, dass die Septembertiefs nicht nochmals unterschritten werden.


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Bildquelle: Fionn Große_pixelio.de

 


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