Banken, Aktien, Psycho, Abfluss, Blut

Deutsche Bank Commerzbank Aktie // Zinsen, Trump und ein globaler Wendepunkt

by • 16. Dezember 2016 • Zertifikate_ProdukteComments (1)3970

Ja, man muss derzeit keine schweißnass Stirn bekommen, wenn man auf eventuell vorhandenen Bank-Aktien im eigenen Depot blickt. Lange Zeit war das ein wenig so wie in der Szene von Psycho mit dem Duschvorhang. Man sieht das Blut in Richtung Abfluss laufen, ahnt die Schreie … und muss sich dann abwenden, weil man den Blick nicht ertragen kann. Doch es scheint sich etwas geändert zu haben. Seit einigen Wochen machen Bank-Aktien wie die der Deutschen Bank oder der Commerzbank wieder (etwas) Freude), die Kurse steigen. [Gut, wer schon vor längerer Zeit eingestiegen ist, dem kommen noch immer die Tränen.]

Ursächlich scheint das mit den steigenden Zinsen und der Hoffnung darauf, dass diese weiter steigen mögen zusammenzuhängen. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen hat wieder ein Niveau von 2,6 Prozent erreicht, immerhin und die Umlaufrendite (durchschnittliche Rendite von Bundesanleihen) in Deutschland notiert nicht mehr im negativen Bereich. Jüngst kam zusätzlich Zuversicht für die Banken-Papiere auf, als die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) den Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahrzehnt anhob, um 0,25 Prozentpunkte und weitere drei Zinserhöhungen im kommenden Jahr in Aussicht stellte.

Man muss wissen: Niedrig- oder Negativ-Zinsen sind Gift für die Geschäftsmodelle von Banken (und Versicherungen). Margen im traditionellen Kreditgeschäft schrumpfen dadurch bis zur Unkenntlichkeit. Mit den steigenden Zinsen geht ein hörbares Aufatmen durch die Branche, was auch die Bank-Aktien-Kurse nach oben trägt.

Bevor Sie nun anfangen aufgeregt Bank-Aktien zu ordern [Broker kaufen!], sollte nicht vergessen werden, dass diese Papiere sehr riskant bleiben, steigende Zinsen hin oder her. Gerade bei Deutscher Bank und Commerzbank bleiben genügend Probleme mit Rechtsstreitigkeiten, Kosten und Geschäftsmodellen.

Aber ja, die Chart sehen derzeit sehr schön aus [vulgo: geil] – und es fühlt sich auch ein wenig nach Wendepunkt für die globale Bankenbranche an, wegen Trump, den Zinsen und der großen Trübsal (Pessimismus). Wir hatten darüber bereits hier geschrieben. Seitdem hat sich der Aufschwung sogar noch gefestigt, wie es aussieht. Wer Rückschläge, die nach dem starken Anstieg wahrscheinlich sind und das generell (hohe) das Risiko von europäischen Bank-Aktien nicht scheut, könnte somit über ein (kurzfristiges) Engagement nachdenken.

Alternativ könnte ein Investment mit Sicherheitspuffer interessant sein. Beispiele: Ein Bonus-Zertifikat auf die Deutsche Bank von der Commerzbank (CE3ZGT). Es bietet die Chance auf eine Rendite von 10,9 Prozent (21,1 Prozent p.a.), sofern die Barriere bei 13,40 Euro (27,3 Prozent Abstand) bis zum 15. Juni 2017 nicht unterschritten wird. Da das Aufgeld des Zertifikats 9,5 Prozent beträgt, sollte schon vor einem Barrierebruch glattgestellt werden.


Riskanter, aber doch mit einem gewissen Reiz versehen, ist ein StayHigh-Optionsschein der SocGen auf die Commerzbank (SE7375). Wird hier der KO-Level bei 5,80 Euro bis zum 15. März 2017 nicht verletzt, dann ist eine Rendite von 9,1 Prozent (37,5 Prozent p.a.) möglich. Aber Vorsicht, eine Barriereverletzung bedeutet einen Totalverlust des Investments.

Mögen die Kurse mit Ihnen sein.

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Bildquelle: Psycho

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