Marketwatch // DAX, Paris, Euro, EZB, Gold, VW, K+S, RWE, Eon, Rheinmetall

by • 16. November 2015 • MarketwatchComments (0)1001

Keine Krise. Keine Panik. Die Anleger behalten die Nerven an Tag eins nach den Anschlägen in Paris, auch wenn sich die Welt wieder verändert hat, wie damals, als die beiden Flugzeuge in das World Trade Center in New York rasten. Noch ist nicht klar, welche Auswirkungen der Terror in Paris auf die Weltwirtschaft haben wird, aber es wird sie geben, allein wegen der ernüchternden Erkenntnis vom Wochenende, dass 14 Jahre Kampf gegen den Terror die Terroristen nicht stoppen konnte. Sie können scheinbar noch immer und überall Anschläge verrichten. Der Kampf gegen den Terror wird weitergehen (müssen), vermutlich sogar mit einer stärkeren Intensität.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird die Situation in der Eurozone sehr genau beobachten. Die Anschläge von Paris haben eine weitere Lockerung der Geldpolitik in der Eurozone wahrscheinlicher gemacht. Der Euro hält sich zwar noch im Bereich von 1,07 Dollar, neigt aber weiter eher zur Schwäche. EZB-Präsident Mario Draghi wird sich spendabel zeigen, wenn es mit der Konjunktur in der Eurozone nicht laufen sollte.

Ruhig ist es beim Gold. Ein gutes Zeichen. Bei 1.080 Dollar könnte ein Boden gefunden worden sein.

Öl (Brent) kratzt an der Unterstützungslinie bei 43,60 Dollar. Sackt der Kurs darunter, könnte das ein erstes Signal für langfristig weiter fallende Kurse beim Öl sein. Was auch bedeuten würde, dass die Märkte nach wie vor von einer globalen Konjunkturschwäche ausgehen.


Schlechte Nachrichten gibt es aus Japan. Die Wirtschaft dort ist nach zwei Quartalen mit einem rückläufigen Wachstum definitionsgemäß in eine Rezession gerutscht. Die Abenomics sind damit nicht unbedingt gescheitert, aber Zweifel am Erfolg der Strategie von Ministerpräsident Shinzo Abe die Konjunktur mit Steuergeschenken und vor allem mit einer ultralockeren Geldpolitik in Schwung zu bringen sind durchaus erlaubt. Klar, keine weiß wie es ohne die Abenomics gelaufen wäre, dennoch hatte man sich mehr erwartet. Auch für die Eurozone und die USA ist das ein Fingerzeig: anscheinend lässt sich ein Aufschwung nicht drucken. An der japanischen Börse allerdings sind die Anleger mit den Abenomics gar nicht so unzufrieden. Seit Ende 2012 steigen die Kurse per saldo – und mit weiteren Lockerungen dürften sie das auch weiter tun.

Ein paar Hoffnungsschimmer gibt es bei den Aktien von VW und K+S – jedoch nichts, um in Kauf-Panik zu geraten.

 


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