Lasst sie pleite gehen

by • 16. September 2009 • PlusvisionenComments (1)869

Ich habe heute in der Süddeutschen einen interessanten Satz gelesen: „Die erzwungene Solidarität mit Hasardeuren schürt den Zorn der Massen auf das System.“ Gemeint ist natürlich die Bankenrettungsaktion im vergangenen Jahr. Zuvor heißt es noch: „Die Gewinne behalten die Banken, die Verluste tragen die Steuerzahler. Dieser Zustand ist unerträglich und er ist gefährlich.“

Gefährlich für das System. Dabei halte ich das System für durchaus erhaltenswert (wir haben kein besseres). Nur sollte das System nicht außer Kraft gesetzt werden. Deshalb müssen auch Banken-Pleiten (unbedingt) möglich sein. Sind sie aber derzeit nicht und an diesem Zustand scheint sich auch (leider) nichts zu ändern.


Ich finde in diesem Zusammenhang die Wunschliste Allan Meltzers sehr interessant:

  • Auf die Größe der Banken achten. Eine Bank ist dann zu groß, wenn sie nicht in Konkurs gehen darf. Die Kosten, die bei der Rettung einer zu großen Bank entstehen, können leicht alle in der Vergangenheit erzielten Gewinne aufzehren – und sind in der Regel von der Allgemeinheit zu tragen.
  • Je größer eine Bank, desto mehr Eigenkapital. Das diszipliniert.
  • Regelungen für die Kreditvergabe (von Notenbanken) in Krisenzeiten.

So könnte man es machen.


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One Response to Lasst sie pleite gehen

  1. […] (wir haben kein besseres Wirtschaftssystem), sollte man sich darüber Gedanken machen, wie man ihn verbessert. Oder vielleicht könnten sich die Banken nun auch, in Form einer kleinen Kollekte untereinander, […]

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