Der Geist der Finanzkrise

by • 16. Juli 2013 • BörsenvisionenComments (0)1453

Plötzlich war Krise. 2008. Eine Haaresbreite vom Bankrun entfernt. Kanzlerin Merkel und der damalige Finanzminister und jetzige Kanzlerkandidat Steinbrück müssen vor das Volk treten und beruhigen: Alles Spareinlagen seien sicher. Keiner müsse um sein Geld fürchten. Wie konnte es dazu kommen? Wer trägt die Verantwortung? Gibt es nur einen Schuldigen?

Die Autoren Julia Klüssendorf und Stefan Jäger versuchen Antworten auf die Fragen zu finden und recherchieren in Banken und in der Politik.

Sicher sind dort Gründe zu finden und sie werden auch gefunden, aber klar, da sind auch wir alle, die natürlich immer hohe Renditen, günstige Baudarlehen und wenig Risiko wollen?

In den USA gab es Immobilienkredite für Arbeitslose ohne Eigenkapital. Später war die Verwunderung groß, als diese Kredite nichts mehr wert waren. Und natürlich waren diese Art Kredite ein Wahlgeschenk, an die Wähl und an die Wall Street, die den Wahlkampf finanzierte.


Der Beitrag endet mit Finanzminister Wolfgang Schäuble, der sagt: “Wir wären blöd, wenn uns das nochmal passieren würde.” Aber ist es überhaupt schon vorbei?

Die ehemalige JP-Morgan-Investmentbankerin Desiree Fixler ist da deutlich ernüchternder: Sie glaube nicht, dass man dazugelernt habe. Ein schöner Satz von ihr: Damals wurde gegen den Geist der Gesetze verstoßen.

Bleibt zu hoffen, dass sich unser aller Denken verändert hat.

Ein sehenswerter Beitrag.

 


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