Marketwatch // DAX : Euro : Grexit : Griechenland : Merkel : Bund Future : Bundeanleihen : Gold

by • 16. Juni 2015 • MarketwatchComments (0)835

160615 // Puh! Unsere Kanzler Angela Merkel. Heute hat sie den Markt gerettet. Sie wird noch zur Finanz-Märkte-Retterin. Schon damals, anno 2008, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, als sie mit Finanzminister Peer Steinbrück vor die Kameras trat und verkündete, dass die Spareinlagen sicher sind. Nun will sie sich mit ganzer Kraft für eine Einigung zwischen Eurogruppe und Griechenland einsetzten. Die Botschaft ist deutlich: Griechenland soll im Euro gehalten werden, aber das ist nichts Neues. Neu ist allenfalls die Deutlichkeit, mit der das die Kanzlerin formuliert. Am Donnerstag will sie die Blockade auflösen.

Den Märkten hat das gut getan – warum auch immer. Damit dürfte sich das Griechenland-Drama nur noch mehr in die Länge ziehen, da sich Griechenland in der Vergangenheit nicht gerade offen für Veränderungen gezeigt hat. Man hatte den Eindruck, die Politik dort möchte weiter Geld verteilen (welcher Politiker möchte das nicht), aber leider hat Griechenland kein Geld, weil beispielsweise die Steuern (von den Reichen) nicht eingetrieben werden (auch von den Linken nicht) und man somit lieber das Geld der anderen (Euroländer) der Bevölkerung zugute kommen lassen möchte. Diese möchten allerdings nicht mehr so freizügig zahlen. Das bringt die Griechen zur Verzweiflung und lässt sie allerlei Vorwürfe erheben.

Die griechische Bevölkerung ahnt längst, dass ein Ausscheiden aus dem Euro wohl eine Katastrophe wäre, weshalb drei Vierteln lieber drinnen bliebe und auch zu Zugeständnissen bereit wäre.

Der DAX legt bei alle dem eine großartige Erholung hin. Nach einem Start im Minus schafft der Index die Wende und schließt noch im Plus. Ein One-Day-Reversal. Ist das schon die Wende? Für den ganz großen Jubel ist es sicherlich zu Früh. Wie schnell die Stimmung umschlagen kann – in die eine und in die andere Richtung – hat sich in den vergangenen Tagen/Wochen immer wieder gezeigt.


Der Euro mäandert wieder bei 1,12 Dollar. Zeitweise hat er auch über 1,13 Dollar gelegen. Er halt wohl die Griechenlandkrise schon verarbeitet.

Bundesanleihen werden wieder als sicherer Hafen genutzt. Der Bund Future steigt leicht an. Der Crash scheint erstmal vertragt. Jetzt blickt man auf Griechenland … dann wird man sehen.

In Griechenland brechen Aktien gemessen am FTSE Greece um 8,4 Prozent ein und befinden sich damit auf dem Niveau von 2012. Düster wird es, wenn der Index darunter fällt. Aber die Griechen trauen ihrem eigenen Land beziehungsweise ihrer eigenen Regierung nicht mehr. Sie verkaufen Aktien und ziehen ihr Geld von den Konten ab. Wegen der Kontenabflüsse werden auch Kapitalverkehrskontrollen diskutiert. Allerdings sind diese auch ein Druckmittel für Griechenland, da die EZB im Eurosystem immer mehr Geld nach Griechenland überweisen muss (Schaden eines Austritts Griechenlands wird täglich größer). Morgen entscheidet über diese Gelder (ELO) übrigens die EZB.

Gold macht nichts und kann somit nicht von der Krise profitieren.

Bildquelle: Screenshot [bearbeitet]

 


Related Posts

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Simple Share Buttons