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Steigende Kaufpreise // Immobilien als Vermögensanlage

by • 15. Oktober 2014 • ServiceComments (0)3601

Professor Max Otte riet in seinem kritischen Artikel zum Kapitalmarkt, dass die deutschen Bürger ihr Vermögen derzeit am besten in Sachwerten wie Aktien, Immobilien oder Edelmetallen anlegen sollten. Da der Deutsche eher vorsichtig mit dem Thema Aktien umgeht, bestärkt durch Blasen wie die T-Aktie, wendet er sich vermehrt eher den Immobilien als Vermögenswerten zu.

Die Deutschen lieben ihr Eigenheim. Sie bauen und kaufen fröhlich ihre Häusle. Derzeit wieder vermehrt, denn der niedrige Leitzins der Europäischen Zentralbank hat schließlich auch großen Einfluss auf Hypotheken- und Bauzinsen. Warum also nicht zugreifen bei dem günstigen Angebot?

Davon profitieren natürlich auch Baufirmen, die sich vor Aufträgen gar nicht mehr retten können. Es werden nicht nur Neubauten, sondern auch Modernisierungen en masse nach der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) der EU beauftragt. Auch Banken, Makler und Co. sahnen gerade ordentlich ab.

Natürlich ziehen auch jene mit, die Immobilien für Verkauf und Vermietung erstehen. Vor allem in Deutschlands Großstädten wird gekauft, verkauft, gebaut und umgebaut im großen Stil. Derzeit liegt das Preisniveau noch im bezahlbaren Bereich, allerdings kann dies nicht ewig so andauern. Hält dieser Trend weiter an – und das wird er, schließlich will jeder sein Stück vom Kuchen – dann werden die Preise für Immobilien in exorbitante Höhen schnellen.

Schon jetzt ist ein interessanter Trend zu verzeichnen: Während in “beliebten” Großstädten Deutschlands wie Hamburg, Berlin, München die Kaufpreise für Immobilien immer mehr ansteigen, verlieren andere Gegenden, vor allem Städte in Nordrhein-Westfalen auf dem Immobilienmarkt. Immobilien werden dort immer günstiger. Mehr zu Immobilienpreisen und Marktberichten findet man bei Immowelt.

Durch den Kauf- und Bauboom beeinflusst, klettern die Mietpreise für Wohnungen in deutschen Großstädten stetig bergauf. Hier wollen immer mehr Menschen wohnen. Allen voran das immer teure München, das eine erneute Mietpreisspitze erreichte, gefolgt von Frankfurt/Main und Hamburg. In beiden Städten stiegen die Preise pro Quadratmeter um 8 bis 11 Prozent. Vormals günstige Wohngegenden wie Bremen, Dresden, Hannover oder Essen holen ebenfalls auf. Den höchsten Mietpreisanstieg hatte Dortmund mit 14 Prozent zu verzeichnen – während übrigens die Immobilienpreise Dortmunds im Vergleich zu anderen Städten sehr günstig sind. Dies hat auch Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt für Studenten. Wohnungen in den meisten deutschen Hochschulstädten werden für Studenten mehr und mehr unbezahlbar, während gleichzeitig ein großer Wohnungsmangel herrscht. Bedingt also durch die niedrigen Zinsen wird Miet-Wohnen teuer in Deutschland.

Wer kann, sollte die noch relativ günstigen Immobilienpreise nutzen, um sich den einen oder anderen festen Sachwert in einer lukrativen Lage zu sichern oder um Immobilien in beliebten Lagen zu einem guten Preis loszuwerden. Vielleicht ist sogar beides eine gute Idee. Es muss ja nicht unbedingt Dortmund sein.

 

Bildquelle: Petra-Bork_pixelio.de

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