Bitcoins // die nächste Evolutionstufe der Währungen

by • 14. Februar 2014 • Cash Test DummyComments (1)12349

Sind Bitcoins nicht etwas wunderbares? Stellen sie nicht ein logische und notwendige(?) Weiterentwicklung unsers Geldsystems dar? Ist eine Kryptowährung nicht quasi tief in der DNS des Kapitalmarkts verankert und hat dort lediglich all die Jahre geschlummert?

Man könnte doch sagen, begonnen hat es mit dem Tauschhandel, dann kamen ein paar nette und idealerweise rare Gegenstände wie Muscheln dazu. Später stieg man auf Edelmetalle wie Gold und Silber um, weil Muscheln doch leicht zu Inflationsproblemen führen können. Schließlich prägte man aus dem Gold und Silber Münzen und versah diese mit einem Wert – der nicht unbedingt mit dem Wert des Metalls übereinstimmte. Und irgendwann kam der Schotte John Law in Frankreich auf die grandiose Idee im großen Stil Papiergeld einzuführen. Das führte zu einem unglaublichen Boom, scheiterte allerdings letztlich. So versuchte man es mit dem Hybrid Papiergeld mit Golddeckung und dann mit Papiergeld ohne Golddeckung.

In diesem Evolutionsstadium der Währungen sind wir jetzt angelangt. Geld (Fiat-Geld) wird aus dem Nichts beziehungsweise durch Kreditvergabe geschaffen. Das Problem dabei: Auf lange Sicht gibt es viele Schuldner mit vielen Schulden und wenige Vermögende mit viel Vermögen [Oxfam-Studie]. Das ist sozusagen systemimmanent. Ob das die Zukunft ist?


Werden wir auch in ein paar Jahrzehnten noch Geldscheinchen drucken, herausgegeben von staatlichen Stellen (Notenbanken)? Wahrscheinlicher ist doch, dass angesichts des Internets, Web 2.0 oder 3.0, Social Media etwas Neues, Money 7.0 oder so, kommt.

Bitcoin basiert auf einer freien Software (Open Source). Jeder kann daran mitarbeiten und weiterentwickeln. Der Staat ist, wie es scheint, außen vor. Ein Algorithmus schafft das Geld (Mining). Transaktionen/Zahlungen werden von der Crowd über ein Peer-to-Peer-Netzwerk überwacht und verifiziert. Ein Bitcoin Client (Programm) erzeugt eine Blockkette (Block Chain) in der alle Zahlungen aufgezeichnet werden. Die Bitcoins kommen schließlich in virtuelle Wallets (Brieftaschen). Was klingt logischer für unsere Zeit oder was da noch kommen mag?

Gut, Bitcoins sind wahrscheinlich noch nicht der Weisheit letzter Schluss, aber sie könnten dennoch die Richtung weisen. Wir alle werden zur Notenbank und Abwicklungsbank. Keine Institutionen, sondern ein Netzwerk. Banking statt Bank, so ähnlich sagte ja mal Microsoft-Gründer Bill Gates.


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One Response to Bitcoins // die nächste Evolutionstufe der Währungen

  1. André sagt:

    Ich denke schon, dass wir auch in ein paar Jahren noch Geldscheinchen drucken werden. Kein Zweifel, Bitcoins stellen sicherlich eine Weiterentwicklung unseres Geldsystems dar, nur lässt der Hype (leider) um das virtuelle Geld viel zu schnell nach.

    Befragt man Google Trends nach Bitcoins, erkennt man ziemlich schnell, dass die gefragte Währung Bitcoin wieder genauso schnell verschwindet, wie sie Ende 2013 in aller Munde war.

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