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Red Pine Exploration Aktie // Das nächste große Goldprojekt aus Kanada

by • 13. November 2017 • Aktienvisionen, Anlagevisionen, FeatureComments (0)422

Satte 747 Millionen Dollar ließ sich Alamos Gold im September die Übernahme von Richmont Mines kosten. Der Goldproduzent hatte es auf deren Island Gold-Mine in Ontario abgesehen. Dort stecken nach heutigem Stand über alle Kategorien hinweg rund 1,9 Millionen Unzen Gold im Boden. Das sind die Projekte, die große Bergbaukonzerne lieben. Denn sie suchen Minen mit langen Förderlaufzeiten, hohe Graden und vergleichsweise niedrigen Kosten. Wenn diese dann shovel ready sind, also kurz vor dem Minenbau stehen, kommt es meist zu diesen spektakulären Übernahmen. Keine hundert Kilometer südlich der Island Gold-Mine macht sich gerade das nächste Unternehmen für die großen Bergbaukonzerne hübsch. Red Pine Exploration hat sich dort im Jahr 2014 das Wawa-Goldprojekt gesichert.

Wobei ein Projekt nicht ganz richtig ist: auf der Liegenschaft wurden seit dem Ende des 19. Jahrhunderts acht verschiedene Minen betrieben. Zusammen förderten sie rund 120.000 Unzen Gold aus dem Boden. Als der Goldpreis in den 1990ern ins Bodenlose fiel, ließ hier ganz im Westen Ontarios auch der letzte Arbeiter die Schaufel fallen. Das Red Pine-Management (60-Prozent-Anteil) sicherte sich zusammen mit dem Investor Citabar (40 Prozent) das Gelände und hat bereits eine erste Ressourcenschätzung nach dem kanadischen Börsenstandard NI 43-101 vorgelegt. Demnach kommt man hier auf 1,088 Millionen Unzen Gold bei durchschnittlich 1,71 Gramm Gold je Tonne Gestein. Zum Vergleich: der Durchschnitt aller derzeit aktiven Goldminen liegt laut World Gold Council bei 1,1 g/t Gold.

Anfang November veröffentlichte das Unternehmen dann eine unabhängige Analyse. Demnach stecken weitere 2,5 Millionen Unzen Gold im Boden. Dafür wurden nicht nur die historischen Analysen berücksichtigt, sondern auch die aktuellen Bohrarbeiten und deren Resultate. Insgesamt brachte das Team um den Geologen und CEO Quentin Yarie allein dieses Jahr 17.000 Bohrmeter nieder. Dabei hat man neben den historischen Goldzonen weitere Mineralisierungen entdeckt, die nach heutigem Stand alle zusammenhängen. Dies ist ein Indikator dafür, dass es sich beim Wawa-Goldprojekt um ein ganzes Goldsystem handelt.

Die Geologie in Wawa ähnelt der bei Island Gold. Allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied: in Wawa beginnt die Mineralisierung bereits an der Oberfläche. Das würde einen kostengünstigen Tagebau möglich machen. Red Pine wird nun weitere Bohrarbeiten durchführen und plant eine Erweiterung der Ressource. Von Seiten der Infrastruktur liegt das Projekt übrigens günstig direkt am Trans-Canada-Highway östlich des Oberen Sees. Strom und Arbeiter gibt es ohnehin genügend vor Ort, handelt es sich doch um eine alte Mining-Region. Die gute Infrastruktur ist ein großes Plus, senkt sie doch die Kosten, wenn später einmal eine Mine gebaut werden soll.


Vom Volumen her ist das Wawa-Projekt jetzt schon für große Bergbaukonzerne interessant. In einem Radius von rund 250 Kilometern betreiben neben Alamos Gold auch Wesdome (Mishi-Mine), Barrick Gold (Hemlo) und auch Goldcorp (Borden Gold) bereits Minen. Für sie ist der Zukauf einer nahe gelegenen Operation von Vorteil, da Synergien gehoben werden können. Unter Brancheninsidern in Toronto gilt aber Detour Gold als heißester Interessent. Denn bei Detour ist heute ein Geologen-Team tätig, dass schon auf Wawa gearbeitet hat. Insofern gibt es hier Insiderwissen, zudem soll es auch schon Kontakte zwischen den Managern gegeben haben. Das an sich ist aber nichts Besonderes, in der Mining-Branche tauscht man sich ohnehin oft aus.

Wer bei Red Pine Exploration auf die ganz schnellen Gewinne hofft, dürfte falsch liegen. Vor 2019 erscheint der Einstieg eines Partners oder gar eine Übernahme unwahrscheinlich. Zum anderen gehört CEO Yarie nicht zu den Marktschreiern in dieser ansonsten an Paradiesvögeln und Verkäufern reichen Branche. Red Pine fängt erst jetzt an, aktiv an Investoren-Konferenzen teilzunehmen. Bisher konnte man sich dank des finanzstarken Partners Citabar und weiterer potenter Investoren mühelos finanzieren. Nun soll auch der Aktienkurs langsam in Schwung gebracht werden. Die Red Pine-Aktie (0,069 Euro; CA75686Y4058) ist daher nur etwas für erfahrene Anleger mit ordentlich Sitzfleisch. In Deutschland ist das Handelsvolumen noch sehr überschaubar. Daher könnte es sich lohnen, eine Order an der Heimatbörse in Kanada zu platzieren (Börsenkürzel: RPX). Für beide Handelsplätze gilt: immer mit Limit ordern, sonst zieht einem der Market Maker das Fell über die Ohren.

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Red-Pine-Exploration-Aktie (Tageschart): Stabilisierung

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Bildquelle: RainerSturm / pixelio.de

 


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