Marketwatch // DAX, EZB, Fed, Euro, RWE, Eon, VW, Deutsche Bank, Gold, Öl

by • 13. November 2015 • MarketwatchComments (0)1102

Der DAX macht zum Wochenausklag ein wenig die Biege. Alles aber nicht sonderlich dramatisch. Es geht halt impulslos ein wenig nach unten. Die Gründe: Das Wachstum in den Eurozone und in Deutschland hat sich im dritten Quartal etwas abgeschwächt. Schuld ist vermutlich die Weltwirtschaft die etwas lahmt. EZB-Präsident Mario Draghi hatte ja bereits angedeutet, dass es Risiken auf der Abwärtsseite gebe. So fragen sich die Börsianer, ob das Wachstum noch ausreicht, um die Unternehmensgewinne ordentlich zu befeuern und die derzeitige Bewertung am Aktien-Markt gerechtfertigt ist.

Andererseits sind die mäßigen Nachrichten aus der Wirtschaft auch gute Nachrichten für die Börse, weil die Europäische Zentralbank (EZB) sich nun vermutlich erheblich leichter tut noch mehr Geld in den Markt zu pumpen. Aber Liquidität ist neben den Gewinnen nur ein Faktor an der Börse. Die Kurse halten sich deshalb aktuell mehr oder weniger die Waage.

Charttechnisch ist im DAX nach wie vor noch eine Kurs-Lücke (Gap) bei rund 10.500 Punkten offen. Gut möglich, dass sich der DAX nun daran macht, die Kurs-Lücke zuschließen, da der DAX offene Gaps nicht sonderlich schätzt.

Unsicherheit herrscht noch immer über den Zeitpunkt einer US-Leitzinserhöhung. Den richtigen Zeitpunkt hat die Federal Reserve (Fed) ohnehin schon verpasst, also wird sie sehr wahrscheinlich im Dezember handeln.

Der Euro pendelt weiter bei 1,07 Dollar und scheint dort abwarten zu wollen, was als nächstes von der Fed und EZB kommt.

Beim Gold hat es gestern ein charttechnische Hämmerchen gegeben, das heute (bislang) allerding nicht bestätigt wurde. Doch vielleicht will Gold auf dem Niveau der Juli-Tiefs die Kurve nach oben bekommen.

Öl (Brent) leidet unter der flauen Weltwirtschaft und sackte gestern bis auf das August-Tief bei 43/44 Dollar ab. Derzeit gibt es eine kleine Erholung.


Die Versorger RWE und Eon stemmen sich gegen weitere Kursverluste. Ein Test der September-Tiefs kann aber aus aktueller Sicht noch nicht ausgeschlossen werden. Attraktiv bleibt bei den Versorgern die Dividenden-Rendite.

Die VW-Aktie will mal wieder etwas nach oben.

Die Aktie der Deutschen Bank fällt weiter. Noch gibt es eine kleine Chance auf eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation, aber dazu müsste die Aktie bald nach oben drehen. Momentan sieht die DB-Aktie doch sehr angeschlagen aus. Wenn sie sich nicht bald fängt, könnte es noch einmal steiler abwärts gehen.

 

 

Bildquelle: Kurt Michel / pixelio.de

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