Kauf von Aktien auf Kredit // Worauf ist zu achten?

by • 13. Oktober 2015 • Plus.Academy, ServiceComments (0)1624

Der Kauf von Aktien auf Kredit ist nur für erfahrene Trader mit hoher Risikobereitschaft geeignet. Kreditfinanzierte Aktien ermöglichen hohe Gewinne, bergen aber auch ein hohes Verlustpotenzial. Daher ist für Neulinge weder der sogenannte Margin-Handel, noch die Finanzierung über einen Ratenkredit geeignet.

Wie läuft ein Aktienhandel auf Kredit ab? Einsteiger im Bereich des Aktienhandels sollten davon absehen, Aktien auf Kredit zu kaufen oder zu beleihen. Doch für erfahrene Trader kann es sich durchaus lohnen, das derzeit niedrige Zinsniveau lukrativ für den Aktienhandel zu nutzen. So bietet smava derzeit zum Beispiel einen Kredit mit 0,55 Prozent effektivem Jahreszins an.

Das Problem: Läuft der Aktienhandel schief, ist nicht nur das investierte Kapital weg, sondern der Investor bleibt auch noch auf den Schulden bzw. dem aufgenommenen Kredit sitzen. Wer sich jedoch auskennt und Über viel Erfahrungen verfügt, kann mit dem Kredit seinen Handelsspielraum deutlich vergrößern.

Eine Alternative zum Rahmenkredit ist ein Lombardkredit. Dieser wird auch Wertpapierkredit genannt und wird von der depotführenden Bank zur Verfügung gestellt. Hierbei wird für die Rückzahlung ein fester Zeitpunkt festgelegt. Das Wertpapierdepot dient der Bank als Sicherheit.

Margin-Handel birgt hohes Risiko. Ein Aktienkauf kann zum Beispiel wie folgt ablaufen: Im Depot des Traders befinden sich 200 Aktien mit einem Wert von 20.000 Euro. Der Beleihungswert liegt bei 50 Prozent. Jetzt beschließt der Anleger, noch weitere Aktien zu kaufen.


Da er über keine eigenen Mittel verfügt, beleiht er die Aktien auf volle Höhe mit 10.000 Euro. So weist das Depot nach dem Aktienkauf ein Gesamtguthaben von 30.000 Euro aus. Steigt nun der Kurs um 20 Prozent, kann der Anleger einen Teil der Finanzierung auflösen. Der Gewinn beträgt 6.000 Euro, womit sich der Depotwert nun auf 36.000 Euro beläuft. Im Gesamtverhältnis zur ursprünglichen Depotgröße von 20.000 Euro sind das sogar 30 Prozent Gewinn.

Im umgekehrten Fall fällt der Kurs um 20 Prozent und wird per Stop Loss ausgelöst. Nun stehen auf dem Depot nur noch 14.000 Euro – somit wurde ein tatsächlicher Verlust von 30 Prozent generiert. Denn der Hebeleffekt wirkt sich immer in beide Richtungen aus. So gehen lohnenswerte Gewinne auch immer mit enormen Verlusten und Risiken einher. Kreditfinanzierte Aktienkäufe lohnen sich daher auch nur für kurzfristig orientierte Trades und nicht für langfristige Investitionen.

Bildquelle: ©istock.com/pablographix

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