Fallende Zinsen

by • 12. Oktober 2009 • PlusvisionenComments (2)772

Was ist bloß mit den Zinsen los? Alle Welt sagt ja: Jetzt, jetzt, müssen sie steigen. Aber? Sie fallen eher. Dabei drucken die Notenbanken weltmeisterlich Geld und schütten dies über dem dem wackligen Finanzsystem aus. Auf das sich dieses stabilisiere und sich jeder Geld nehme oder bekomme und dieses zum Wohle der Wirtschaft wieder ausgebe. Von Inflationsgefahren will an den Anleihenmärkten offenbar niemand etwas wissen.

Von einer Konjunkturerholung auch nicht. Gute Konjunkturdaten (aus Deutschland etwa) oder gute Unternehmensmeldungen (Philips, Alcoa) werden an den Rentenmärkte beharrlich ignoriert. Dort rechnet man anscheinend eher mit einer Deflation, also fallenden Preisen. Die derzeitige Konjunkturerholung wäre für diese Gruppe somit eine zwischenzeitliche Angelegenheit.


Wo liegen die Gründe für die fallenden Zinsen?

1.
Sind es die Notenbanken (sprich die Fed), die massenhaft US-Treasuries kauft und damit die Preise stützt?
2.
Fehlt es an sicheren Anlagealternativen, sodass auch Staatsanleihen mit Mini-Rendite ins Depot gelegt werden?
3.
Bereiten sich die Rentenmärkte auf einen neuerlichen Konjunktureinbruch vor? (Die Deflation ist noch nicht ausgestanden.)
4.
Irren die Rentenmärkte?
5.
Ist so viel Liquidität da, dass etwas eben auch an die Rentenmärkte geht?


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2 Responses to Fallende Zinsen

  1. […] Einziger Schönheitsfehler dabei: Die Zinsen steigen nicht so recht, wie es es tun sollten, wenn die Finanzwelt Inflationsgefahren befürchten würde. Siehe auch “Fallende Zinsen“. […]

  2. […] der Dollar. Weil Greenbacks in zu großer Zahl gedruckt werden? Warum steigen aber dann nicht die Zinsen in den USA? (Gut, das könnte daran liegen, dass die US-Notenbank US-Anleihen aufkauft, aber sicher nur zum […]

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