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Osram Aktie // Geht durch Übernahme ein Licht auf oder wird es zappenduster?

by • 11. Oktober 2016 • AktienvisionenComments (1)2951

Fiat Lux, es werde Licht. Osram der deutsche Lichtkonzern hofft sicherlich auf Erleuchtung, da die Zeiten hart und der Streit mit der ehemaligen Mutter, Siemens (hält noch 17 Prozent), zeitweise heftig ist. Osram muss sparen, umstrukturieren und neu ausrichten. Das Geschäft mit dem Licht ist schwierig. Mit Glühbirnen und LEDs lässt sich kein Geld mehr verdienen. Weswegen man diese Sparte gerne nach China verkauft hat. Bloß weg damit. Konkurrent Philips wollte auch, scheiterte aber an einem Veto der USA. Bei Osram sollen durch den Verkauf 400 Millionen Euro in die Kasse kommen. Kapital braucht Osram, weil das Unternehmen kräftig in die Zukunft investieren muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine Milliarden Euro sollen allein in den Aufbau einer Chipfabrik in Malaysia fließen. Aktionäre (Siemens) hören so etwas mit gespaltenen Gefühlen.

Nachdem die Chinesen bereits die das klassische Lichtgeschäft von Osram gekauft haben, ist nun anscheinend San’an Optoelectronics an dem ganzen Unternehmen interessiert. Gerüchten nach sollen 70 Euro pro Aktie aufgerufen worden sein.

San’an ist kein Unbekannter. Hinter dem Unternehmen steht Grand Chip Investment, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Fujian Grand Chip Investment Fund, die bei Aixtron für 6 Euro pro Aktie einsteigen möchte. Zuvor hatte San’an Aixtron einen Großauftrag entzogen, wodurch der Aktien-Kurs um mehr als 40 Prozent eingebrochen ist. Man kauft halt gerne günstig ein, auch in China …


Die Osram-Aktie, die ohnehin schon ein bewegtes Dasein in ihrem kurzen Börsen-Leben hinter sich hat, schnellt bis auf 62 Euro nach oben. Inzwischen hat sich das Übernahmefieber wieder ein wenig abgekühlt, aber es wird ein Thema für Osram bleiben. Tendenziell sind das gute Nachrichten für den Osram-Kurs, wenn die Sache San’an nicht plötzlich zu teuer werden sollte. Dann könnten bei der Osram-Aktie kurzfristig die Lichter ausgehen. Grundsätzlich sollte man auf dem jetzigen Niveau nicht mehr zu viel von der Aktie erwarten.

Mit Sicherheitspuffer kann man in Osram via Discount-Zertifikat investieren. DL4A43 der Deutschen Bank bietet beispielsweise die Chance auf eine Seitwärtsrendite von 4,4 Prozent (9,9 Prozent p. a.), sofern der Cap bei 48 Euro am 16. März 2017 nicht unterschritten ist. Wenn doch, kann die Aktie mit einem Rabatt von 18,2 Prozent im Vergleich zum aktuellen Kurs bezogen werden.

Mögen die Kurse mit Ihnen sein.

Osram-Aktie: bewegtes Börsen-Leben

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Bildquelle: Osram

 


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