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Epigenomics Aktie // Erfolgreich Geld verbrannt, aber …

by • 10. August 2016 • AktienvisionenComments (0)2531

Biotechs befinden sich meist einem Wettlauf gegen Zeit und Geld. Bei Epigenomics ist das nicht anders. Stellt sich Erfolg ein und kommt auch Geld in Firmenkasse – oder geht dem Unternehmen vorher die Liquidität aus? Epigenomics hat im Frühjahr einen sehr wichtigen Meilenstein erreicht: Am 13. April 2016 erteilte die amerikanische Zulassungsbehörde FDA die Genehmigung für Epigenomics‘ Hauptprodukt Epi proColon. Epi proColon ist der erste und einzige von der FDA gestattete Bluttest zur Früherkennung von Darmkrebs. Kurz darauf startete auch die Vermarktung des Tests gemeinsam mit Epigenomics‘ strategischem Vertriebspartner Polymedco. Die Börse feierte dies ausgiebig.

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Greg Hamilton, Vorstandsvorsitzender der Epigenomics ist zufrieden: “Wir haben im zweiten Quartal die FDA-Zulassung für Epi proColon als den ersten und einzigen Bluttest zum Darmkrebs-Screening erhalten und darüber hinaus unsere Ziele bei der Markteinführung erreicht.”

Der Erfolg ist bei Epigenomics somit da. Aber passt auch das Finanzielle? Die Umsatzerlöse stiegen in zweiten Quartal um 159 Prozent auf 1,3 Millionen Euro (Q2 2015: 0,5 Millionen Euro), bedingt durch einen deutlichen Anstieg der Produktumsätze um 319 Prozent von 0,3 auf 1,2 Millionen Euro. In den ersten sechs Monaten 2016 wuchs der Umsatz um 82 Prozent auf 1,6 Millionen Euro. Der Nettofehlbetrag lag für die ersten sechs Monate bei 7,6 Millionen Euro (5,6 Millionen Euro). Der Cash-flow bleibt negativ. Im ersten Halbjahr wurden 4,3 Millionen Euro (4,5 Millionen Euro ) verbrannt. Aber Epigenomics hat noch was auf der hohen Kante: Die liquiden Mittel inklusive marktgängiger Wertpapiere beliefen sich zum Berichtsstichtag auf 13,2 Millionen Euro. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Finanzierung der Geschäftstätigkeit „bis deutlich in das Jahr 2017 hinein“ sichergestellt sei. Eine wichtige Botschaft für ein Biotech-Unternehmen, zumal für eines, das keine Gewinne macht. Investoren müssen somit nach wie vor eine Portion Zuversicht bei Epigenomics mitbringen, aber das Unternehmen kann auch schon etwas vorweisen. Die Aktie ist somit kein reiner Hoffnungswert.


Charttechnisch bewegt sich das Papier aktuell in einem Seitwärtstrend bei 5 Euro.

Wer gehebelt auf steigende Kurse setzen möchte, kann das beispielsweise mit einem Mini-Future der HSBC (TD59VT) mit einem Hebel von 2,45 und einer Barriere bei 3,56 Euro tun. Dabei sollte man aber nicht das Totalverlustrisiko vergessen. Short-Produkte werden derzeit leider nicht angeboten.

Epigenomics-Aktie: Seitwärtsbewegung

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Bildquelle: Epigenomics

 

 

 

 


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