Jungheinrich, Sitzschlepper

Jungheinrich-Aktie // Vorstände kaufen, sollten Anleger auch?

by • 10. Juli 2018 • Aktienvisionen, Anlagevisionen, FeatureComments (4)1628

Zyniker könnten nun kalkulieren: Wenn sich die Weltwirtschaft aufgrund einiger Unwägbarkeiten, etwa einem drohenden globalen Handelskonflikt, spürbar abkühlt, könnte davon Jungheinrich profitieren. Wie das? Nun, Jungheinrich ist auch Spezialist für Lagersysteme und wenn womöglich demnächst weniger verkauft wird, dann braucht die Industrie neue Regale, um all die Dinge, die zwar produziert, doch nicht verkauft werden, unterzubringen …

Natürlich ist dem nicht so. Auch Jungheinrich lebt von einer guten Konjunktur mit seinen Hubwagen, Gabelstaplern, Palettensystemen und seiner Ladetechnik. Das dürfte mit ein Grund sein, warum sich der Kurs der Jungheinrich-Aktie seit Jahresanfang nach unten beugt, neben der Erkenntnis, dass Jungheinrich mehr Wert auf Wachstum als auf Rendite legt [wir haben hier darüber berichtet].

Positiv fällt auf, dass sich bei Jungheinrich (aktuell) keine Leerverkäufer tummeln und die Führungsriege aus Vorständen und Aufsichtsräten derzeit recht fleißig eigene Aktien kauft, zuletzt Kontrolleur Wolff Lange und Vorstandsvorsitzender Hans-Georg Frey (10. Juli). Der Glaube an die eigenen Fähigkeiten und das geleitete Unternehmen sind sicher Grundvoraussetzungen für den Erfolg.

Im vergangenen Jahr wurde je Vorzugsaktie ein Gewinn von 1,80 Euro erzielt, woraus sich zurzeit ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 17,4 errechnet. Im ersten Quartal betrug der Gewinn je Aktie 0,38 Euro, wie im Vorjahr. Vielleicht gelingt es Jungheinrich den Gewinn je Vorzugsaktie in diesem Jahr auf 1,88 Euro zu steigen. Daraus würde sich ein prognostiziertes KGV von annehmbaren 16,7 ergeben.

Charttechnisch befindet sich die Aktie in einem klaren kurzfristigen Abwärtstrend, der erst bei Kursen oberhalb von 35,00 Euro gebrochen wäre (siehe Chart unten). In diesem Bereich verläuft auch die 200-Tage-Durchschnittslinie, die leicht abwärts gerichtet ist. Eine Unterstützungslinie – mit der Chance auf eine Bodenbildung – aus den Jahren 2016 und 2017 befindet sich bei rund 30,00 Euro. Der langfristige Aufwärtstrend aus dem Jahr 2014 ist im April gebrochen worden.

Wer in den kommenden Monaten von einem Seitwärtstrend der Jungheinrich-Aktie ausgeht, könnte auch zu einem Discount-Zertifikat greifen. Beispiel: CV80LL. Maximal ist eine Rendite von 6,3 (9,1 p.a.) Prozent zu erreichen, wenn der Cap bei 30,00 Euro am 15. März 2019 nicht unterschritten ist. Der Verlustpuffer beträgt 10,2 Prozent.

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Jungheinrich-Aktie (Tageschart): Abwärtstrend

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Bildquelle: Jungheinrich

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4 Responses to Jungheinrich-Aktie // Vorstände kaufen, sollten Anleger auch?

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