I want my money back

by • 10. März 2010 • BörsenvisionenComments (0)705

Kommen wir zu den Börsen-Nachrichten. Zum 10 Jahrestag des Allzeithochs (in diesem Fall, dürfte die Bezeichnung wirklich treffend sein) des Nemax (wir erinnern uns: das war einmal ein wichtiger Index für den sogenannten Neuen Markt), also zum 1o Jahrestag überspringt der der mal wieder die Marke von 5900 Punkten. Gut so, sagen die Charttechniker. Es könnte weiter aufwärts gehen.

Die gute Stimmung vermiesen kann noch nicht einmal eine schlimme Exportstatistik. Im Januar hat die deutsche Industrie im Vergleich zum Dezember 6,3 Prozent weniger ausgeführt – der schlechteste Wert seit einem Jahr. Damals lag das Minus bei 7,2 Prozent. Nun wird für das erste Quartal sogar ein Rückfall in die Rezession befürchtet. Einen Lichtblick gibt es jedoch: Die Auftragseingänge lassen für die Zukunft hoffen (weshalb auch die Börse nicht allzu düster reagierte).

Unter Druck bleibt das britische Pfund. Gelingt den Briten die Haushaltskonsolidierung? Immer mehr zweifeln daran.
[Vielleicht sollte die KfW auch britische Staatsanleihen kaufen? … In alter Tradition. Hatte nicht schon Frau Thatcher Herrn Kohl ihr Handtäschchen auf den Tisch geknallt und gewütet: I want my money back!  Ein Grund wird sich schon finden.] Auch so mancher Neuer-Markt-Anleger wird heute in memoriam plärren: I want my money back!


Noch einen schöne Idee gab es vom Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin: Kindergeld-Halbierung für vergessene (2x) Hausaufgaben. Wir alle lieben ja solche Sanktionsmechanismen, weil sie so gut funktionieren und weil es so tolle Vorbilder gibt. Griechenland zum Beispiel und natürlich auch viele andere EU-Staaten, die immer wieder und ohne Folgen fürchten zu müssen, ihre Defizitgrenzen überschreiten. Was passiert eigentlich, wenn die EZB/Bundesbank ihre Inflationsziele/Geldmengenziele nicht erreicht? Halbierung von Herrn Sarrazins Besoldung?


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