Von Schweinen und Blasen

by • 10. Februar 2009 • BörsenvisionenComments (0)817

Geld stapeln

Sicherheit oder Rendite? Die große Frage derzeit in der Investmentwelt. Viele haben sich jüngst für die sichere Variante entschieden. Wer will es ihnen verdenken nach den Ereignissen in den vergangenen Monaten. Das heißt: Sie kauften Staatsanleihen, um sozusagen ganz sicher zu gehen.

Denn, so das Denken bislang, der Staat gehe schon nicht pleite. Wären da nicht die Schweine … sorry … die Welt wäre noch in Ordnung. Gemeint sind die Euro-Staaten Portugal, Italien, Griechenland und Spanien. Findige Geister haben daraus das Akronym PIGS gebastelt. Wahlweise PIIGS (einschließlich Irland, schließlich quitscht es da gewaltig).

So haben die Credit Default Swaps (CDS, Versicherungen gegen Kreditausfälle) für Griechenland bereits stattliche Höhen erreicht. (Bedenklich: auch Deutschland hat jüngst einen rasanten Anstieg der Höhe der CDS zu verzeichen, wenn auch auf niedrigem Niveau.) Also ganz so 100-prozentig sicher …


Erschwerend kommt nun für Staatsanleihen hinzu, dass ein Rekordvolumen von Neuemissionen auf den Markt drängt. Zwei Billionen Dollar aus den USA, 750 Milliarden aus Europa … die Konjunkturpakete wollen finanziert sein. Das Angebot steigt. Die Preise fallen?

Sicherheitshalber hat die US-Notenbank (Fed) schon mal angekündigt, überschüssige Staatspapiere aufzukaufen, falls diese nicht bei privaten Investoren unterzubringen seinen (Fachausdruck: Monetarisierung, vulgo: Geld drucken). Bislang waren ja Chinesen und Japaner fleißige Käufer … England will es übrigens ähnlich wie die Amerikaner machen, was aber das Pfund belasten würde, das ohnehin nicht besonders stark ist und Käufer verschreckt.

Ob Staatsanleihen (besonders mit langer Laufzeit) zurzeit noch so (kurs-)sicher sind …


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