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Eon Aktie // Verführerischer Chart

by • 9. Oktober 2017 • Anlagevisionen, Chart-Alarm, FeatureComments (0)731

Oh, das sieht verführerisch aus! Wer derzeit auf den Tageschart (siehe unten) der Eon-Aktie blickt, wird unschwer erkennen, dass es im Jahresverlauf ein schönes Muster gab: Seitwärts … aufwärts … seitwärts/Konsolidierung … aufwärts … Aktuell befindet sich das Papier mal wieder in einer Art Ruhezustand. Der Kurs pendelt seit Mitte August grob zwischen 9,10 und 9,80 Euro. Die 200-Tage-Durchschnittslinie steigt dabei gemächlich an. Sie verläuft bei rund 8,00 Euro, was ein respektvoller, aber tolerabler Abstand ist.

Die große Frage lautet natürlich nun: In welche Richtung wird der (Volatilitäts-)Ausbruch nach Abschluss der Konsolidierung erfolgen? Noch oben? Nach unten? Sollte sich das Muster fortsetzen, dann nach oben. Dafür würde auch der Monatschart (siehe unten) sprechen. Dort hat die Eon-Aktie den seit 2008 bestehenden Abwärtstrend bereits ein ganz klein wenig angekratzt. Zudem sind im Juli und September Dojis als Kerzen erkennbar. Im Juli folgte dem Doji sogar eine schöne, weiße Aufwärtskerze, was klar positiv ist. Deutet der September-Doji vielleicht einen Schub nach oben an? Gut möglich, zumal bei Wettbewerber RWE der Durchbruch bereits gelungen ist.

Wichtig ist nun, dass es der Eon-Aktie gelingt den Widerstand bei 9,70/9,80 Euro zu überwinden. Am 4. Oktober wurde das bereits versucht, allerdings nicht erfolgreich. Wird diese Barriere geknackt, stünde dann noch das Hoch vom Oktober 2015 bei 10,25 Euro im Weg.

Fundamental könnte Eon im laufenden Jahr einen Konzernüberschuss von 1,35 Milliarden Euro erwirtschaften. Daraus würde sich bei einer Marktkapitalisierung von 20,7 Milliarden Euro ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 15,3 errechnen. Das ist annehmbar angesichts der Turnaround-Situation in der sich Eon befindet. Die Dividende könnte auf 0,30 nach 0,21 Euro im Vorjahr klettern. Die Dividenden-Rendite würde demnach schöne 3,1 Prozent betragen.

Der finnische Versorger Fortum bietet aktuell 22 Euro für die Eon-Tochter Uniper (46,65 Prozent). Die Kraftwerke würden Eon damit knapp 3,8 Milliarden Euro einbringen.

Wer vielleicht nicht gleich zur Aktie greifen möchte, für den könnte auch ein Discount-Zertifikat als Zusatz-Dividende interessant sein. Beispiel: HU9KCN der HVB. Hiermit ist eine (maximale) Rendite von 4,4 (9,8 p.a.) Prozent möglich, wenn der Cap bei 9,00 Euro am 16. März 2018 nicht unterschritten ist. Das Papier notiert zurzeit bei 8,62 Euro (Brief). Der Rabatt (Discount/Verlustpuffer) gegenüber der Aktie macht somit 9,9 Prozent aus.


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Bildquelle: Eon

 


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