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DAX // Clinton, Trump und das Hyperventilieren an der Börse

by • 8. November 2016 • BörsenvisionenComments (1)1308

OMG! Präsidentschaftswahlen in den USA. Ist es jetzt die Nacht der Nächte? Live-Berichterstattung. Dutzende nichtssagende Interviews zum Wahlausgang. Analysen. Umfragen. Einschätzungen. Zur Politik. Zur Wirtschaft. Zur Börse. Wer ist besser? Hillary Clinton oder doch Donald Trump? Aufgeregtheit bis zum Hyperventilieren. WTF! Muss einen das wirklich als Anleger alles interessieren? Mal ehrlich, wer kann schon seriöserweise wissen/ahnen, was nach einem Wahlausgang passiert, wenn diese Kandidatin oder jener Kandidat dann wirklich im Weißen Haus sitzt? Wird Clinton ein paar neue Kriege anzetteln oder Trump Handelsschranken herunterlassen? Letztlich wird man sehen müssen und beobachten, was passiert. Ich wage keine Prognose, wer letztlich besser oder schlechter für die Börsenentwicklung ist. Kurs-Gewinne sind letztlich auf den heutigen Tag abdiskontierte (zurückgerechnete) Unternehmensgewinne. Erwirtschaften Firmen keine Gewinne gibt es auch keinen Grund für steigende Aktien (wenn man mal den Abdiskontierungsfaktor Zins außer Acht lässt). Also hängt es letztlich davon ab, wer das besser Umfeld für florierendes Unternehmertum schafft.

Sollte man aufgrund dieser Unsicherheit das Investieren einstellen? Nein. Es gilt das alte Sprichwort: Man kann die Zukunft nicht vorhersagen, man kann nur auf möglichst viele Eventualitäten vorbereitet sein. Auf große Trends zu setzen, wie Digitalisierung, Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung, Wasserversorgung, Umweltschutz, Energieversorgung oder Logistik ist da sicherlich keine schlechte Strategie. Leider verschwinden an der Börse hinter dem Tagesgewusel oft die wesentlichen Dinge.

Gelassenheit als Börsianer in Sachen US-Wahl ist deshalb dringend geboten, denn ganz sicher ist, dass Panik noch nie ein guter Ratgeber an den Finanzmärkten war.

PS
Charttechnisch sieht der DAX kurzfristig durch das Triple-Top doch recht angeschlagen aus. Wichtige Unterstützungslinien sind nun die 200-Tage-Durchschnittslinie bei 10.080 Punkten und der kurzfristige Aufwärtstrend bei 9.760 Zählern. Bei 9.100 Punkten befindet sich auch noch ein offenes Gap (Kurslücke), welches sicherlich noch geschlossen werden will.

DAX: angeschlagen

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Bildquelle: bernhard pixler / pixelio.de

 

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