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Marketwatch // DAX : Euro : Exporte : Bund Future : RWE : Südzucker : Medigene : Deutsche Bank : Gold : Öl : China : Russland

by • 8. Juni 2015 • MarketwatchComments (0)1702

080615 // Der DAX wirkt weiter uninspiriert. Er stochert ein wenig im Minus herum, ohne wirklich Ambitionen auf Kursverluste zu haben. Aufheitern kann, dass die Exporte auch im April gestiegen sind, zum dritten Mal in Folge. Die Ausfuhren laufen also weiter, trotz des etwas gestiegenen Euros. Klar, richtig stark ist Euro aber längst noch nicht. Er bleibt somit ein Konjunktur-Turbo für die Exportindustrie in Deutschland und der Eurozone insgesamt – EZB-Chef Draghi sei Dank.

Und weil es so gut mit den Ausfuhren läuft, legt der Euro auch gleich auf 1,12 Dollar zu, sozusagen ein natürlicher Reflex.

Charttechnisch hat die kleine Unterstützung bei rund 11.150 Punkten im DAX nicht gehalten. Die weitere Kursentwicklung scheint eher abwärts gerichtet.

Mit dem Bund Future geht es wieder abwärts. Charttechnisch wirkt der Crash bei den Renten-Markt längst noch nicht ausgestanden, Griechenland hin oder her. Zumindest scheint die Flucht in Bundesanleihen Pause zu machen. Vielleicht ist es aber auch die Hoffnung auf einen guten Ausgang der Griechenlandsache. Zu beachten ist allerdings auch, auf welchem Niveau sich das Ganze abspielt. Die Renditen der Bundesanleihen sind nach wie vor mickrig.

Der griechische Aktien-Markt bleibt angeschlagen. Die Kurse im FTSE Greece fallen um knapp 4 Prozent. Das Land muss sich zu Reformen durchringen, vor allem im eigenen Interesse und nicht, weil es dann Geld gibt, sondern eine Perspektive.

Keine Krisen-Signale gehen auch vom Gold aus. Der Preis dümpelt weiter vor sich hin.

Öl (Brent) bleibt im leichten Aufwärtstrend.

Der russische Aktien-Markt scheint sich zu fangen. Charttechnisch hat es mit FTSE Russia einen kleinen Morning-Star gegeben, der ein klein wenig Hoffnung macht.


In China geht die Hausse bei den A-Aktien weiter. Der FTSE China A50 Index verbessert sich um knapp 5 Prozent und erreicht ein neues Hoch. Der Aufwärtstrend ist somit intakt. Die Exporte sind zwar um 2,5 Prozent gefallen, aber man hatte mit minus 5 Prozent gerechnet. Man glaubt, dass die konjunkturstützenden Maßnahmen der Regierung Erfolg zeigen, geht aber zudem von weiteren Maßnahmen aus. Besser geht es nicht.

Bei der RWE Aktie geht so langsam die Lichter aus. Mit dem Rutsch unter die Unterstützungslinie bei 20,50 Euro, könnte eine neue Phase der Baisse eingeläutet werden. Nächster Halt wären die 17,70 Euro. Und dann 14, 13, 9 Euro … so ungefähr.

Reine Freude herrscht dagegen bei der Deutschen Bank Aktie über den Abgang des Führungsduos Anshu Jain und Jürgen Fitschen. Nach der Hauptversammlung (Eigentümer) waren die Chefs angeschlagen und nachdem sich der Betriebsrat (Belegschaft) gegen sie ausgesprochen hatte, doch stark angezählt. Nun zahlt die Börse schon mal einen Vorschuss-Bonus für den Nachfolger John Cryan aus. Er wird ihn sich erst noch verdienen müssen. Ob es gelingt? Vor allem braucht es ein tragfähiges Geschäftsmodell für die kommenden Jahre. Derzeit wird vor allem Hoffnung gehandelt.

Südzucker konsolidiert etwas, hält sich aber auf hohem Niveau.

Medigene legt etwas zu und notiert wieder über der Marke von 9 Euro. Der Abwärtstrend ist gebrochen, nun wird sich weisen, ob sich ein Aufwärtstrend anschließt.

Bildquelle: Henning Hraban Ramm / pixelio.de [bearbeitet]

 


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