Kiffer-Aktien // High, High, Higher

by • 6. Dezember 2014 • AktienvisionenComments (0)2399

YEEEAAAH!
Legalize It, don’t criticize it!
Legalize it, yeah, yeah, and I will advertise it.

Peter Tosh rief das bereits 1976. Die USA geht diesen Weg. In bereits 23 Bundesstaaten ist der Konsum von Marihuana für medizinische Zwecke erlaubt. Im Staat Colorado darf man sich als Erwachsener (über 21) ein Tütchen auch einfach so zum Genuss reinziehen. Der Bundesstaat Washington wird im nächsten Jahr mit der Freigabe des Cannabis-Konsums folgen. Vermutlich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis in den Vereinigten Staaten insgesamt kiffen legal ist. Auch in Deutschland erfreuen sich Gras und Hasch einer großen Beliebtheit. Der Stern titelte darüber sogar darüber mit dem Header „Die bekiffte Republik“.

Aber Amerika wäre nicht Amerika, würde es nicht auch gleich ein Big Business mit dem Kiffen machen. Mit der Freigabe in Colorado im Januar boomten auch die Kurse der im unregulierten Freiverkehr (Pink Street) notierten Marihuana-Aktien. Man war high, sehr high. Der Kurs-Rausch dauerte allerdings nur kurz. Im April/Mai kehrte wieder Ernüchterung ein. Aus glasigen Höhen stürzten die Aktien wieder ab, meist in der gleichen Geschwindigkeit, wie es sie zuvor nach oben geträumt worden waren. Zustand nun eher: stoned. Bei GreenGro Technologies, einem Dienstleister für medizinische Marihuana-Ausgabestellen und einem Börsenwert von 25 Millionen Dollar, schwebte der Kurs von 0,05 Dollar binnen kürzester Zeit auf 0,80 Dollar, was ein Plus von 1.500 Prozent war. Inzwischen notiert die Aktie wieder bei 0,12 Dollar.

Vermutlich hatten schon einige Kiffer mit ihren Pot-Aktien-Investments vom nächsten Kurs-High halluziniert, um damit dauerhaft ihren Konsum finanzieren können. Sozusagen ein Hasch-Hedge. Ob hierraus nach der Ernüchterung noch etwas wird? Da es sich um Penny-Stocks handelt kann es immer mal wieder zu rasanten Aufwärtsbewegungen und wolkigen Gewinnen kommen – ein kleiner Fernsehauftritt oder ein passendes Posting reichen, häufig steht nicht mehr dahinter. Dennoch ist die Marihuana-Branche ein potenzieller Wachstumsmarkt. Ein nationale Legalisierung könnte in den USA einen Markt von 35 bis 45 Milliarden Dollar schaffen, schätzt Bloomberg. Zehn Jahre nach einer Freigabe könnten es sogar 150 Milliarden Dollar sein.


Unternehmen der Branche: Growlife (Börsenwert 36 Millionen Dollar) produziert Gewächshäuser und Zubehör. Hemp (81 Millionen Dollar) stellt Produkte auf Hanf-Basis her. Medical Marijuana (133 Millionen Dollar) bedient den medizinischen Markt. Cannabis Science (54 Millionen Dollar) erforscht medizinische Cannabis-Produkte. American Green (50 Millionen Dollar) hat die erste Marihuana-Apotheke der Welt eröffnet. Advanced Cannabis Solutions (26 Millionen Dollar) vermietet als Dienstleister Räume und Anlagen an lizensierte Pflanzer. Medbox (257 Millionen Dollar) stellt Automaten für verschreibungspflichte Medikamente auf, in Zukunft vielleicht auch Pot-Automaten.

Zur musikalischen Untermalung


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