Diversifikation und die Swiss Re

by • 6. Februar 2009 • BörsenvisionenComments (0)876

Eigentlich lautet ja eine Lehre der Finanzkrise: Diversifikation (Streuung)  bringt nicht viel. Schließlich sind in der Finanzkrise bislang nahezu alle Vermögensklassen gleichermaßen im Wert gefallen: Aktien, Rohstoffe, Immobilien, Hedgefonds … gut, Staatsanleihen weniger, aber doch scheint es so zu sein, dass Diversifikation nicht viel zu bringt. Wäre da nicht die Sache mit der Swiss Re.

Die Aktie stürtzte im Januar plötzlich unglaublich ab. Die Gründe dafür? Es schien keine zu geben. Der Wert ist liquide und grundsätzlich solide aufgestellt.
Jetzt wurde allerdings die Erklärung nachgeliefert. Die Finanzkrise hat auch bei diesem Konzern Vermögenswerte schmelzen lassen wie Schnee in der wärmer werdenden Führlingssonne. Das Eigenkapital schrumpft bedenklich und Warren Buffett muss zur Hilfe eilen.
Was sagt uns das? Offenbar gab es Anfang/Mitte Januar “kluge” Leute, die etwas mehr wussten und diesen “Wissensvorsprung” nutzten. So viel zur Effizienz der Kapitalmärkte. Einige Börsianer sind halt doch schlauer als man selbst. Ein gewisses Maß an Diversifikation tut somit doch gut. Aber wie sagt doch Buffet: “Konzentrieren Sie Ihre Investments. Wenn Sie über einen Harem mit vierzig Frauen verfügen, lernen Sie keine richtig kennen.”


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