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Osram Aktie // Siemens verscherbelt die Licht-Tochter

by • 5. Oktober 2017 • Aktienvisionen, Anlagevisionen, FeatureComments (1)570

Siemens war noch mit rund 17 Prozent bei seiner ehemaligen Tochter Osram beteiligt. In der heutigen Nacht hat sich der DAX-Konzern aber von dieser Beteiligung getrennt. Die Aktien gingen in einem beschleunigten Bieterverfahren für eine Gesamtsumme von rund 1,2 Milliarden Euro an institutionelle Anleger.

Damit ist für Siemens das Kapital Osram fest abgeschlossen, denn einen ganz geringen Anteil mussten die Münchener behalten, da noch eine Wandelanleihe aussteht, die Siemens zur Lieferung von Osram-Aktien zwingen kann. Hier sprechen wir aber von keiner kursrelevanten Größe. Dass allerdings die Osram-Aktie (LED400) heute mit einem Minus von mehr als vier Prozent zu den schwächsten MDAX-Aktien des Tages zählt, überrascht nur auf den ersten Blick. Denn nun scheint die Chance verspielt, dass ein ausländischer Großaktionär via Paketkauf bei Osram einsteigt.

Und trotzdem hat die Osram-Aktie noch Fantasie. Denn Osram ist nun eigenständig und kann eigene Strategien umsetzen. Ohnehin war das Management mit den Siemens-Managern tief zerstritten, weshalb hier sicherlich Lähmungserscheinungen die Weiterentwicklung bremsten.

Möglich ist mittelfristig aber auch ein Zusammenschluss mit Philips Lighting (A2AJ7T), der von Philips abgespalteten und selbst börsennotierten Licht-Tochter. Doch dies ist eher Zukunftsmusik. Kurzfristig zählt vor allem die Fundamentalbewertung. Und hier ist Osram mit einem KGV von 23 und einer Dividenden-Rendite von 1,3 Prozent sicher kein Schnäppchen. Das Papier eignet sich daher vor allem für Langfristanleger, die auf strategische Entscheidungen warten können.

Charttechnisch ist aktuell im Wochenchart (siehe unten) deutlich eine Kursschwäche zu erkennen, die durchaus bis in den Bereich von 60/55 Euro führen kann. Dort verläuft auch die Aufwärtstrendlinie aus dem Jahr 2016. Im Tageschart „hängt“ der Kurs gerade (noch) an der 200-Tage-Durchschnittslinie.


Kurzfristig bietet sich hingegen ein Bonus-Zertifikat mit Cap von der Citi (CY4KGM) an. Es bringt maximal 4,5 Prozent (9,9 Prozent p.a.), wenn die Osram-Aktie bis zum 15. März über 52 Euro verweilt. Dies entspricht einem Puffer von 19,1 Prozent, der somit auch eine normale Korrektur unbeschadet überstehen sollte. Gelingt dies nicht, dann erfolgt am Laufzeitende ein Barausgleich, entsprechend dem dann gültigen Osram-Kurs.

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Osram-Aktie (Wochenchart): Schwäche im Aufwärtstrend 

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Bildquelle: Osram

 


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