ETF Securities erwartet steigende Rohstoffpreise

by • 4. Dezember 2013 • ETF_BrancheComments (0)1608

Rohstoffe kommen im dritten Jahr in Folge nicht auf die Beine. Sie hinten auch 2013 den etablierten Aktienmärkte hinterher. Eine längere Verschnaufpause? Zuvor hatten Rohstoffinvestments Aktienanlagen zehn Jahre lang übertroffen. Die wichtigsten Gründe dafür sieht ETF Securities in der Wachstumsverlangsamung Chinas, der Unsicherheit über die Geldpolitik der amerikanischen Notenbank (Fed) und dem gestiegenen Rohstoffangebot. All diese Faktoren hätten die Rohstoffpreise unter Druck gesetzt.

ETF Securities vertritt jedoch die Ansicht, dass die Rohstoffmärkte diesen Trend 2014 umdrehen werden. „Die Preise haben sich weitgehend an den erwarteten Anstieg des Angebots wichtiger Rohstoffe angepasst und aus unserer Sicht unterschätzen die Märkte noch, wie sehr die Zentralbanken in den entwickelten Volkswirtschaften das Wirtschaftswachstum unterstützen“, erklärt Nicholas Brooks, Leiter Research und Investmentstrategie bei ETF Securities. Die Risiken: „Das Wirtschaftswachstum in den USA oder China enttäuscht, die Fed die Geldpolitik stärker als erwartet strafft oder es zu einem bedeutenden negativen Ereignis in der Finanzbranche kommt.“

Insbesondere Blei, Kupfer, Platin und Palladium werden nach Ansicht von ETF Securities profitieren, wenn sich die Weltwirtschaft erholt. ETF Securities rechnet in China mit mindestens sieben Prozent Wirtschaftswachstum. In Kombination mit einer sich fortsetzende Erholung der Weltwirtschaft und der globalen Liquidität werde dies zu einer starken Nachfrage nach industriell genutzten Metallen führen. Die besten Aussichten haben daher laut dem Research von ETF Securities Kupfer, Blei, Platin und Palladium.

Die Gold- und Silberpreise wurden laut ETF Securities durch ein höheres erwartetes Wirtschaftswachstum belastet, aber von physischen Käufen gestützt. Die physische Nachfrage nach Gold ist unverändert stark. Sie kann jedoch nicht die negative Anlegerstimmung ausgleichen. Diese geht auf taktische Investoren und deren aggressive Verkäufe zurück, als der Dollar und die Realzinsen anstiegen. Solange sich der Dollar weiter festigt und die Realzinsen steigen, wird voraussichtlich auch der Goldpreis weiter unter Druck bleiben. Eine hohe physische Nachfrage als Reaktion auf niedrige Preise, ähnlich wie in der ersten Jahreshälfte 2013, zusammen mit der nachlassenden Förderung von Gold und einem geringeren Angebot aus dem Recycling von Gold werden jedoch helfen, den Preis nach unten abzusichern.


Die Energiepreise bewegen sich seitwärts und bieten taktische Handelsmöglichkeiten. Der erhebliche Anstieg in der Produktion von Schieferöl und Schiefergas in den USA verändert die Energiemärkte strukturell. Dank der hohen Öl-Förderung in den USA war das globale Angebot an Öl hoch. Auch wenn die Öl-Nachfrage 2014 robust bleibt, wird der fortlaufende Anstieg des Öl-Angebots aus den USA wahrscheinlich Preiserhöhungen begrenzen. Das Potential fallender Kurse ist laut dem Research von ETF Securities dagegen begrenzt, da Saudi-Arabien im Falle sinkender Preise seine Öl-Förderung drosseln kann. ETF Securities geht daher davon aus, dass Brent-Öl zwischen 100 und 120 US-Dollar je Barrel notieren wird und erwartet für die Öl-Sorte WTI einen durchschnittlichen Abschlag von etwa 10 bis 15 US-Dollar je Barrel.

ETF-Securities-Empfehlungen für 2014

Long Palladium
Großes Angebotsdefizit. Begrenzte Verkäufe russischer Lagerbestände. Wachsende Nachfrage nach Autos in den USA und China.

Long Platin
Größtes Defizit seit 14 Jahren. Eingeschränkte Förderung  in Südafrika. Europäische Auto- und chinesische Schmucknachfrage wächst.

Long Kupfer
Wachsende Nachfrage in den USA und China.  Lagerbestände schrumpfen. Hohe Konsensus-Schätzungen für das Angebot sind unwahrscheinlich. Starkes Übergewicht von Verkaufspositionen an den Terminmärkten.

 


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