Euro, Dollar, Fed, EZB

Euro Dollar // Falken, Tauben und Crema Catalana

by • 4. Oktober 2017 • Anlagevisionen, Börsenvisionen, FeatureComments (1)450

Natürlich ist der Euro wichtig für den DAX, weil der Euro wichtig für die Unternehmen in der Eurozone ist, insbesondere auch für die in Deutschland ansässigen. Durch die sehr, sehr lockere Geldpolitik von EZB-Präsident Mario Draghi ist das Wechselkursverhältnis des Euro beispielsweise zum Dollar fast schon unanständig niedrig. Dadurch können deutsche Unternehmen ist ebenso unanständig günstigen Preise ihre Waren in der Welt anpreisen. Der schlaue Unternehmerfuchs und derzeitige US-Präsident Donald Trump hat das natürlich sofort durchschaut und wettert seitdem immer wieder gegen den Euro, um gleichzeitig, nicht uneigennützig den Dollar tief zu reden.

Nun könnten wir Deutschen nur bedingt etwas für den Wettbewerbsvorteil Euro, da die Europäische Zentralbank (EZB) unabhängig ist und ihre Politik an der gesamten Eurozone ausrichten muss. Der ging es bekannt nicht sonderlich gut in den vergangenen Jahren, weshalb Draghi die Zinsen auf Null (oder drunter) senkte. Es ging nicht anders, da die Politik nicht in die Puschen kam.

Gleichzeitig hat die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) schon begonnen von ihrer ultralockeren Geldpolitik abzurücken, was einen Zinsvorteil und damit eine Unterstützung für den Dollar schafft. Seit diesem Jahr hat der Euro gegenüber dem Dollar dennoch zugelegt. Die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone und eben Trump haben dazu beigetragen. Von 1,03 bis auf annähernd 1,21 Dollar kletterte der Euro.

In jüngster Zeit ist der Euro im Vergleich zum Dollar wieder etwas in die Knie gegangen. Die Gründe sind die Sezessionsbewegung in Katalonien und die Frage, ob der Chefposten (Nachfolge von Janet Yellen) der Fed mit einem Falken (strikte Geldpolitik) besetzt wird. Nun ist mit Jerome Powell allerdings von einer Taube (lockere Geldpolitik) die Rede.

Charttechnisch hat sich im Euro-Dollar-Chart eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation herausgebildet (siehe Tageschart unten). Diese könnte den Euro kurzfristig noch bis in den Bereich von 1,14 Dollar drücken, wo die Ausbruchslinie im Wochenchart (siehe dort) verläuft. Im Wochenchart ist aber auch gut der Dreifachboden zu erkennen, der das Potenzial hat den Euro noch bis zur langjährigen Abwärtstrendlinie bei 1,29 Dollar zu führen.


Zwei interessante Spekulationsvarianten seien hier dazu erwähnt: Der Stay-High-Optionsschein (SC5LGT) der SocGen mit einer Rendite-Chance von 11,9 (197,5 p.a.) Prozent, wenn der Knock-out bis zum 3. November 2017 nicht verletzt wird. Und der Inline-Optionsschein (SC5AAG) mit einem unteren KO bei 1,06 Dollar und einem oberen KO bei 1,22 Dollar. Die Rendite-Chance beträgt 10,6 (167,0 p.a.) Prozent, wenn die Barrieren bis zum 3. November 2017 nicht verletzt werden. Bei beiden Scheinen gibt es ein Totalverlustrisiko.

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Euro-Dollar (Tageschart): Schulter-Kopf-Schulter-Formation 

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Euro-Dollar (Wochenchart): Dreifach-Boden

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