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Marketwatch // DAX : Euro : EZB : Draghi : Grexit : Bund Future : Eon : RWE : Südzucker : Medigene : Rocket Internet : Telekom : Gold : Öl : China : Russland

by • 4. Juni 2015 • MarketwatchComments (0)1161

040615 // Alles dreht sich weiter um die Zinsen. Der Bund Future bricht zeitweise weiter ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) will laut deren Präsident Mario Draghi hier auch nicht helfend einspringen, zumindest nicht über das Maß hinaus, wie die EZB ohnehin schon in das Marktgeschehen eingreift, hieß es heute auf der Pressekonferenz. Am Schluss schaffte der Euro Bund Future doch noch ein Plus. Vielleicht waren es die Aussagen von Kanzlerin Angela Merkel, die Griechen unbedingt im Euro halten zu wollen (was auch sonst). Zudem bekommt Griechenland eine Zahlungsaufschub und darf seine Schulden später tilgen. Für den DAX hat es allerdings nicht mehr für einen Gewinn gereicht. Er verliert 0,7 Prozent und hängt damit charttechnisch ein wenig im Nirgendwo. Vermutlich war man am Aktienmarkt nicht zufrieden mit der Entwicklung an der Wall Street, auf die man nun wieder stärker achtet.

Die Wall Street selbst ist hin und her gerissen zwischen Konjunkturoptimismus und Konjunkturskepsis. Jetzt hat der Internationale Währungsfonds die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) gebeten, doch eine Leitzinserhöhung auf das kommende Jahr zu verschieben. Erst mal sehen, was die Wirtschaft in Sachen Arbeitsmarkt, Löhnen und Inflation so macht. Die Wall Street weiß auch nicht und fällt um ein Prozent.

Wenn die EZB nicht mehr machen will ist das natürlich eine Stütze für den Euro, wodurch dieser bis auf 1,1380 Dollar steigt. Das Niveau kann aber nicht gehalten halten werden, wohl wegen Griechenland. Später sind es dann 1,1230 Dollar.

Gold sackt auf unter 1.180 Dollar. Positiv: Welt-Krise sieht anderes aus.


Die russische Aktien-Börse leidet unter der sich wieder zuspitzenden Situation in der Ukraine. Der FTSE Russia gibt 2,5 Prozent nach.

Chinesische A-Aktien legen wieder zu. Der FTSE China A50 Index bleibt im Aufwärtstrend.

Öl (Brent) gibt deutlicher nach, bewegt sich aber nach wie vor in einem flachen Trendkanal nach oben.

Bei Telekom-Tochter T-Mobile US deutet sich eine Zusammenarbeit mit dem Bezahlsender Dish an. Wenn man schon nicht schnell das Internet-Portal T-Online losbekommt, dann wenigstens hier eine Lösung. Die Aktie gewinnt gegen den Trend 1,3 Prozent.

Die Versorger Eon und RWE leiden heftig wegen einer Niederlage vor Gericht. Die Brennelementesteuer verstoße nicht gegen EU-Recht. Fällt die RWE-Aktie noch weiter, sieht es charttechnisch sehr düster aus.

Medigene verbessert sich nach dem gestrigen charttechnischen Bullish Engulfing um fast elf Prozent. Der kurzfristige Abwärtstrend ist gebrochen.

Wacker Chemie profitiert etwas von höheren Polysiliziumpreisen. Charttechnisch bleibt es beim kurzfristigen Abwärtstrend.

Südzucker bekommt einen deutlichen Dämpfer. Der kurzfristige Aufwärtstrend ist weiter intakt.

Rocket Internet bleibt der Marke von 42 Euro treu. Heute grüßte man von oben nach unten. Minus 5,1 Prozent.

Bildquelle: ECB / Flickr [bearbeitet]

 


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