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Eurozonen-Illusion

by • 3. September 2014 • PlusvisionenComments (0)2269

 

Die Eurozone steht derzeit für

Arbeitslosigkeit

Schwaches Wachstum

Deflation

Kaum vorstellbar, dass die Menschen in der Eurozone
dies auf längere Sicht so akzeptieren. Die bisherige Ruhe in der Eurozone scheint eine Illusion gewesen zu sein. Will man eine Dauerkrise wie in Japan vermeiden, müssen jetzt wohl Taten folgen.

 

Zeit und Geld

Der Präsident der Europäische Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hat mit seiner Whatever-it-takes-Rede am 26. Juli 2012 in London den Regierungschefs in der Eurozone Zeit und Geld verschafft. Es war auch der Start für das OMT-Programm (Outright Monetary Transactions) mit dem Staatsanleihen am Sekundärmarkt gekauft werden können, um Risikoprämien abzuschöpfen. Das Geld dafür wird wieder eingesammelt, sterilisiert wie es heißt, also kein Quantitative Easing (QE).

Seitdem ist ein Auseinanderbrechen nahezu ausgeschlossen und die Zinsen sind dramatisch gefallen. Weder die Sicherheit noch die niedrigen Zinsen haben dazu geführt, dass durchgreifende Reformen in Italien oder Frankreich angestoßen wurden.

Folgen

0,4 % Inflation

Die Eurozone bewegt sich wieder am Rande einer Deflation.

– 0,2 %

betrug das Wachstum in Italien und Deutschland im zweiten Quartal. Italiens Bruttoinlandsprodukt bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau wie beim Eintritt in die Eurozone vor 15 Jahren.

11,5 %

Arbeitslosigkeit herrschten in der Eurozone im Juli.

 

0,89 %

betrug zeitweise nur noch die Rendite für zehnjährige Bundeanleihen.

 

Nein

aus Deutschland hilft der Eurozone nicht weiter, wenn man sie fortsetzen möchte.
Mario Draghi regte erst kürzlich auf dem Notenbankertreffen in Jackson Hole eine spendablere Finanzpolitik an. Prompt kam der Rüffel aus Berlin. Telefon-Rapport für Draghi bei Kanzlerin Angela Merkel.

Reformen

Die Eurozone brauch zweifellos Reformen. Sie sind die Basis für die Zukunft.
Um diese abzufedern und für die Bevölkerung erträglicher zu machen, müssen die Reformstaaten flexibel von der Sparpolitik abweichen und zur Konjunkturbelebung auch ihre Verschuldung erhöhen dürfen.
Reines Sparen hat bislang nicht die gewünschten Erfolge gebracht.

 


Quantitative Easing

Mario Draghi muss auch den Markt für verbriefte Kreditpaket (ABS) wiederbeleben, damit die Banken in der Eurozone ihre faulen Kredite losbekommen und wieder neue vergeben. Vermutlich muss auch Quantitative Easing (QE) kommen, also der Kauf von Staatsanleihen (am Primärmarkt) mit frisch gedrucktem Geld, in der Hoffnung, dass die Inflation anspringt und auch die Konjunktur dadurch belebt wird.

 

 

Appendix

Bildquelle: Stefanie Leistner  / pixelio.de


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