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Snap Aktie // Börsengespenst zum Gruseln?

by • 3. März 2017 • Anlagevisionen, BörsenvisionenComments (2)2727

Bibbern im Silicon Valley. Wird der Exit von Snap Inc. gelingen? Kommt der Börsengang (IPO) womöglich zu spät? Sicherheitshalber wurde noch die Preisspanne vor dem IPO auf 14 bis 16 Dollar reduziert. Bloß kein Risiko eingehen. Twitter steckt noch in den Knochen der Nerds, Anleger und Venture-Leuten. Mit Twitter ging auch ein Unternehmen an die Börse, das noch nie Gewinn gemacht hatte. Twitter startete fulminant und stürzte dann ebenso ab. Noch heute warten die Investoren auf schwarze Zahlen, die nicht kommen wollen. Der Hype war schnell verfolgen. Heute weiß keiner mehr so recht was mit Twitter anzufangen [die Börse hofft auf eine Übernahme, irgendwie]. Doch der Snap-Börsengang gelingt. Der erste Handelstag endete euphorisch mit einem Kurs von 24,48 Dollar, siehe auch Chart unten.

Snap Inc. betreibt den Dienst Snapchat. Das ist so was wie Facebook für die Jungen. Wer die 20 überschritten hat, könnte sich schwer mit Snapchat tun. Dabei geht es (grob) darum Bilder zu machen oder Bilder-Geschichten zu gestalten, diese mitunter noch sehr lustig herzurichten und dann an die eigenen Follower zu verteilen. Nach einer gewissen Zeit verschwinden diese Snaps wieder, schließlich möchte man später nicht auf die eigenen Peinlichkeiten angesprochen werden. Gut so. Rund 160 Millionen Nutzer am Tag wissen das zu schätzen. Seit Herbst 2016 gibt es auch eine Sonnenbrille, die filmen kann. Nennt sich Spectacles.

Bleibt zu hoffen, das die User von Snapchat weiter fleißig posten und sich vor allem immer mehr neue User finden, damit es Snap nicht so geht wie Twitter, deren Community nicht mehr wächst. Zudem muss es Snap schaffen aus den aktuellen 400 Millionen Dollar Umsatz auch einen Gewinn zu erwirtschaften. Zuletzt (2016) verlor Snap 515 Millionen Dollar [gemerkt? Verlust größer als Umsatz]. Technologie kostet. Die Börse scheut dennoch nicht, das Unternehmen derzeit mit sehr mächtigen 28,3 Milliarden Dollar zu bewerten – und das, obwohl die ausgegebenen Aktien nicht mit einem Stimmrecht ausgestattet sind. Der Aktionär soll Geld geben und ansonsten die Klappe halten. Nun, die Snap-Aktie (A2DLMS) ist sicherlich kein Wert für die Altersvorsorge, aber vielleicht spannend als kleiner (spekulativer) Sidekick im Depot [wobei es längerfristiger hart werden dürfte für Snap]. Alternativen, die an der Börse Stuttgart gehandelt werden:


Ein Discount-Zertifikat (VN72YW) von Vontobel mit der Chance auf eine Rendite von 7,9 Prozent (9,9 Prozent p.a.), wenn der Cap bei 16,50 Dollar am 15. Dezember 2017 nicht unterschritten ist. Das Zertifikat ist nicht währungsgesichert. Der Discount (Verlustpuffer) beträgt 38,5 Prozent.

Ein endlos Turbo Call (UW7LU3) der UBS mit einem Hebel von 2,3 und einer Barriere bei aktuell 15,002 Dollar. Kein Quanto (Währungsabsicherung). Achtung: Totalverlustrisiko!

Ein Put-Optionsschein (VN74BA) von Vontobel für sehr hartnäckige Snap-Pessimisten mit einem Strike bei 17 Dollar, einem stattlichen Aufgeld von 46,2 Prozent, einem Hebel von 6,7 und einem Laufzeitende am 15. Dezember 2017. Achtung: Totalverlustrisiko!

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Snap-Aktie (5-Minuten-Chart): Euphoriewelle

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Bildquelle: Sceenshot Snap Inc.

 

 

 

 

 


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2 Responses to Snap Aktie // Börsengespenst zum Gruseln?

  1. […] bei dieser Wahnsinnssumme sind sehr viele Einmaleffekte aus dem Börsengang [hier mehr dazu] enthalten, die in den kommenden Quartalen die Bilanz nicht mehr belasten werden. Aber diese 2,2 […]

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