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by • 3. Februar 2015 • MarketwatchComments (0)1692

Sherlock_221b // Was Sie über die Märkte wissen sollten.

030215 // Spannend bleibt vor allem die Charttechnik im DAX. Der deutsche Leitindex schiebt sich an die Marke von 11.000 Punkten heran. Damit ist er über die kleine Flaggen-Formation gestiegen. Klassischerweise bedeutet das eine Trendbestätigung. Optimisten würden sind nun vielleicht auch zu der Aussage hinreißen lassen, dass der DAX nun ein mittelfristiges Potenzial bis 12.000 Punkte habe. Allerding muss man sagen, dass er nun auch schon 1.000 Punkte angestiegen ist, ohne nennenswerte Pause, mal abgesehen von der Flagge. Eine Konsolidierung wäre gut, um eine Überhitzung des Markts zu vermeiden, doch die Hausse nährt immer auch die Hausse. Oder anders ausgedrückt: Steigende Kurse sind das beste Argument für weiter steigende Kurse. Steigende Kurse sind meist unwiderstehlich für Aktien-Käufer. Bei der Maus heißt das dann: Klingt seltsam, ist aber so.

Ergo: Es geht nach oben und die Hausse macht noch nicht den Anschein von Reife, im Gegenteil. Der Geldsegen der Europäischen Zentralbank (EZB) wirkt sedierend, was mögliche Problem, wie Griechenland oder Konjunkturschwächen angeht.

Hilfe für den DAX kommt auch vom Anleihen-Markt. Dort rentieren 10-jährige Bundesanleihen nur noch mit einer Rendite von 0,31 Prozent. Selbst in Japan liegen die Zinsen mit 0,36 Prozent höher. Die Umlaufrendite erreichte gestern mit 0,24 Prozent ein neues Tief. Daran gemessen errechnet sich ein Anleihen-KGV von 417. Das heißt, man braucht bei Bundesanleihen durchschnittlich 417 Jahre, um über den Zinsen seinen Einsatz wieder hereinzuverdienen. Bei dieser Konkurrenz hat der DAX noch ein gewaltiges Potenzial nach oben. Sein KGV liegt unter 20.

Feierlaune herrscht auch in Griechenland am Aktien-Markt. Dort geht es mit den Kursen sehr steil nach oben. Der FTSE Greece Index verbessert sich um rund 15 Prozent. Es ist wohl die Aussicht, dass dem Land die Schulden doch noch erlassen werden, wie auch immer das dann genannt werden wird, um dien Ausdruck Schuldenschnitt zu vermeiden. Runter geht es in Griechenland mit den Renditen.


Auch der Euro fasst wieder Mut und steigt auf 1,1438 Dollar.

Öl setzt seinen kleinen Aufwärtstrend fort.

Die Eon-Aktie leidet heftig unter der Aussage von EuGH-Generalanwalt, wonach die Brennelementesteuer rechtens ist.

Telekom schiebt sich an die Marke von 16 Euro heran. Dort befindet sich die nächste Widerstandszone.

Allianz und Daimler verlassen ihre Konsolidierungsformationen nach oben.

Kommt es bei der Deutschen Bank zu einem Anstieg über den Seitwärtstrend?

Die Aktie von Wacker Chemie schickt sich an den Abwärtstrend zu knacken.

Bildquelle: Eon [bearbeitet]

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