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Südzucker // Schadenersatz droht, daher Bonus der Aktie vorziehen

by • 2. September 2016 • Zertifikate_ProdukteComments (1)1073

Die Südzucker-Aktie gehörte in den vergangenen Monaten zu den Gewinnern am deutschen Aktienmarkt. Binnen Jahresfrist ging es stolze 80 Prozent nach oben. Nun scheint die Aufwärtsbewegung aber ins Stoppen geraten zu sein. Zumindest markierte der Titel in den vergangenen Wochen kein neues Zwischenhoch mehr. Dazu beigetragen haben die Analysten von Goldman Sachs, die die Zeiten überdurchschnittlicher Kurssteigerungen als „vorbei“ bezeichneten. Ein Argument der Experten ist tatsächlich nicht völlig von der Hand zu weisen. Denn der Aufstieg der Zuckerpreise, der maßgeblich für die Aktien-Erholung verantwortlich war, dürfte langsam zu Ende gehen.

Ganz nebenbei droht Südzucker nun juristischer Ärger. Denn Kunden fordern Schadenersatz wegen abgesprochener Zuckerpreise. Die Preisabsprachen sind eher „kalter Kaffee“, denn Südzucker, Pfeifer & Langen und Nordzucker wurden vom Bundeskartellamt schon im Jahr 2014 zu einer saftigen Strafe von 280 Millionen Euro verdonnert. Nun fordern allerdings Kunden Schadensersatz im Gesamtvolumen von 500 Millionen Euro. Ausgang ungewiss! Auch Fundamental spricht kurzfristig eher wenig für ein Direktinvestment in die Aktie (729700), denn das 2017er KGV von 19 ist recht hoch und die Dividenden-Rendite von 1,5 Prozent haut uns auch im aktuellen Zinsumfeld nicht vom Hocker.

Die defensive Lösung kommt in Form eines Bonus-Zertifikats mit Cap von der Citi (CX4F43). Es bringt zum Laufzeitende eine Bonus-Rendite von 5 Prozent oder 6,2 Prozent p.a., wenn die Aktie bis zum Beobachtungstag am 15. Juni 2017 nicht unter die aktuell 27,7 Prozent entfernte Barriere bei 16,75 Euro fällt. Etwas offensiver ist ein Bonus-Zertifikat mit Cap der Citi (CX5KYE), dessen Barriere bei 18 Euro (Abstand: 22,3 Prozent) festgelegt wurde. Bis zum Bewertungstag am 1. Juni 2017 ist hier eine Bonus-Rendite von 6,1 Prozent oder 8,1 Prozent p.a. möglich, sofern die Barriere unverletzt bleibt. Erfreulich: Beide Produkte, die zum Laufzeitende in jedem Fall in bar abgerechnet werden, werden ohne Aufgeld gehandelt. Damit entsteht dem Anleger im Falle eines Schwellenbruchs kein höherer Verlust als beim Direktinvestment in der Aktie.


Südzucker Aktie: Aufwärtstrend flacht sich ab, großer Abstand zur 200-Tage-Durchschnittlinie

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Bildquelle: Südzucker, Foto: Thomas Kauffelt

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