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Fielmann Aktie // Brille auf blutiger Nase nach Gewinnwarnung

by • 1. November 2016 • Zertifikate_ProdukteComments (1)1595

Nun kamen sie also gestern, die FielmannQuartalszahlen. Mit 1,98 Millionen Brillen setzte die Optiker-Kette etwas mehr Sehhilfen als vor Jahresfrist ab. Dabei lag der Umsatz mit 349 Millionen Euro ziemlich genau auf Höhe der Analystenerwartungen. Der Gewinn vor Steuern sank allerdings von 77 auf 70 Millionen Euro, was knapp unter den Erwartungen lag. Damit hätte der Markt noch leben können. Nicht aber mit dem mauen Ergebnisausblick für das Gesamtjahr: Demnach soll der Gewinn nach Steuern knapp unter dem Vorjahresniveau von 240 Millionen Euro liegen. Dies interpretierte der Markt als Gewinnwarnung.

Und schon schickten die Aktionäre die Fielmann Aktie weiter auf Talfahrt. Bis auf 61,52 Euro war der Titel abgerutscht. Am Tagesende stand ein Minus von rund sieben Prozent. Und auch am heutigen Dienstag startet die Fielmann Aktie etwas leichter und notiert gegen 10:30 Uhr bei 62,82 Euro. Wir hatten erst am vergangenen Donnerstag zu Fielmann-Aktie Stellung bezogen. Das Papier war schon im Vorfeld der Zahlen unter Druck gekommen. Nun dürfte es spannend sein, ob die BaFin den Kursverlauf untersucht, denn offensichtlich verkauften besser informierte Anleger schon vor der offiziellen Datenbekanntgabe.

Wir hatten am vergangenen Donnerstag aufgrund der erhöhten Volatilität einen Discounter der Commerzbank (CD3ZR2) empfohlen (hier). Während die Aktie (577220, damals bei 66 Euro) seit dieser Zeit rund fünf Prozent verlor, mussten Discounter-Käufer nur einen Abschlag von etwas mehr als einem Prozent hinnehmen. Der Grund liegt einerseits in der nochmals erhöhten Volatilität. Anderseits aber auch im Schutzmechanismus des Discounters, der einen verbilligten Aktienbezug ermöglicht. Genau deshalb ist das Rabatt-Papier mit Cap bei 65 Euro auch heute noch interessant. Denn bis zur Fälligkeit im Juni 2017 ist noch viel Zeit. Und die Konditionen sind attraktiv: Stiegt die Fielmann-Aktie bis dahin wieder mindestens auf 65 Euro, erzielt der Anleger eine Maximalrendite von 8,8 Prozent (13,9 Prozent p.a.). Und erst bei Kursen unter 59,72 Euro rutscht der Zertifikate-Käufer ins Minus.

Die Analysten stuften den Wert teilweise recht kräftig ab, vielleicht aber auch, weil die Erwartungen im Vorfeld der Zahlen überzogen waren. So reduziert Independent Research sein Urteil beispielsweise mit „halten“, nennt aber ein Kursziel von 69 Euro. Dies liegt deutlich über dem aktuellen Kursniveau und auch über dem Cap des Discounters.

Fielmann-Aktie: kein Durchblick nach schlimmen Absturz

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Bildquelle: Fielmann

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